Stannum. (Stannum metallicum.)
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Zinn. Das Element.
Verreibung des reinen Metalls.
Eingeführt von Hahnemann, arzneilich geprüft von ihm selbst, Franz, Gross, Guttmann, Hartmann, Haynel, Herrmann, Langhammer, Wislicenus, Chronische Krankh., Bd. 5.
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Kopfschmerz, Dudgeon, B. J. H, Bd. 29, S. 610; Schrön, B. J. H., Bd. 11, S. 301; Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 193; Ziliarneuralgie, Nash, Org., Bd. 3, S. 94; Nash, Med. Couns., Bd. 1, S. 181; Gesichtsneuralgie, Guernsey, Hom. Phys., Bd. 6, S. 172; Zahnschmerz, Villers, A. J. H. M. M., Bd. 1, S. 148; W. V. R., Hah. Mo., Bd. 24, S. 391; Gastralgie, Hartmann, Lobethal, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 663; Miller, Hah. Mo., Bd. 10, S. 161; Solarneuralgie (5 Fälle), Jones, T. H. M. S. Pa., 1880, S. 197; Kolik, Lilienthal, N. A. J. H., Bd. 9, S. 447; Köck, A. H. Z., Bd. 103, S. 161; Hernie, Guernsey, Hah. Mo., Bd. 5, S. 63; Anwendung beim Bandwurm, Hahnemann, Rückert, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 809; Leukorrhö, Miller, Hah. Mo., Bd. 8, S. 44; Beschwerden während der Schwangerschaft, Kunkel, A. H. Z., Bd. 83, S. 176; Kehlkopfleiden, Wurda, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 173; Asthma, Cheney, Med. Inv., Bd. 9, S. 56; B. J. H., Bd. 30, S. 415; Kehlkopfleiden, Phthisis vortäuschend, Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 790; Asthma, Cheney, Med. Inv., Bd. 9, S. 56, auch Br. J. H., Bd. 30, S. 415; Asthma und Albuminurie, Villers, Med. Adv., Bd. 20, S. 108; Husten, Spooner, Hah. Mo., Bd. 11, S. 107; Grant, Hom. Phys., Bd. 8, S. 539; Keuchhusten, A. R., Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 729; Brustleiden, Kunkel, A. H. Z., Bd. 107, S. 20; Chronisches katarrhalisches Brustleiden, Diez, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 28; Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 790; Phthisis, B. in A., Gross, Rückert, Schreter, Diehl, Schulz, Schubert, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 399; Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 843; Brigham, C. M., Bd. 6, S. 96; Interkostalneuralgie, Villers, A. J. H. M. M., Bd. 1, S. 149; Schreibkrampf, Battmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 615; Neuralgie, Villers, N. A. J. H., Bd. 8, S. 79; B. J. H., Bd. 17, S. 165; Rückert, A. H. Z., Bd. 8, S. 77; Krämpfe, Epilepsie, Altmüller, Caspari, Hartmann, Attom., Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 592; Hemiplegie, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 484.
GEMÜT [1]
Traurigkeit, mit Abneigung gegen Menschen und Unlust zu sprechen.
Anhaltende Unruhe und Angst.
Unruhig, weiß nicht, was er mit sich anfangen soll; Schmerzen > beim Gehen, doch so schwach, daß er bald ruhen muß. θ Anämie.
Verdrossen, antwortet unwillig und kurz.
Ihre seelische Beklemmung hört auf, sobald die Menstruation zu fließen beginnt.
Eine Frau, 39 Jahre alt, im vierten Monat schwanger; anhaltende Angst und Unruhe; muß nicht nur wegen körperlicher Schwäche im Bett bleiben, sondern auch wegen ihrer Unfähigkeit, irgend etwas zu tun, da sie nicht genug Mut aufbringen kann und vergeßlich und geistesabwesend ist; möchte die ganze Zeit weinen, aber Weinen macht sie schlimmer; starkes Herzklopfen und Angst, besonders wenn sie in ihren häuslichen Angelegenheiten Anordnungen geben muß; Denken macht sie elend, und sie kann das, was sich einmal in ihrem Geist festgesetzt hat, nicht wieder loswerden; überempfindlicher Geruch; Schwindel beim Bewegen des Kopfes; morgens und tagsüber Visionen aller Art von eingebildeten Dingen; ziehende Schmerzen an verschiedenen Stellen; erschwerte Entleerung selbst von weichem Stuhl; Stuhldrang; Harn reichlich und blaß und dann spärlich und braun, manchmal weiß wie Milch; Blähungen; trockener, lästiger Husten; liegt immer auf dem Rücken mit einem Bein ausgestreckt und dem anderen angezogen. θ Schwangerschaft.
SENSORIUM [2]
Schwindel: beim Lesen, mit Verlust des Gedankengangs; < beim Gehen im Freien oder beim Heben des Kopfes; es scheint, als seien alle Gegenstände zu weit entfernt; schwindeliger Druck durch den Kopf; der Kopf fühlt sich schwer an, mit Traurigkeit.
INNERER KOPF [3]
Scharfe, ruckartige Schmerzen im vorderen Hirnlappen über der Augenhöhle.
Kopfschmerz in der Stirngegend.
Schmerz, als sei die Stirn zerschlagen.
Dumpfer Druck von innen nach außen in der Stirn.
Drückend-reißend: in der Stirn; in der rechten Stirnhälfte, zeitweilig; < beim Bücken.
Druck in der linken Schläfe, anfangs leicht, dann zunehmend und dann wieder abnehmend, als würde die Stirn nach innen gedrückt.
Zermalmender Schmerz, wie ein Einwärtsdrücken in den Schläfen, den ganzen Tag.
Schmerzhafte Rucke durch linke Schläfe, Stirn und Kleinhirn, hinterlassen einen dumpfen Druck, < in Ruhe, > durch Bewegung.
Pochender Kopfschmerz in den Schläfen.
Betäubender, dumpf schmerzender Schmerz im Gehirn.
Zusammenziehung und plötzlicher Druck im ganzen oberen Teil des Kopfes, langsam zunehmend und abnehmend.
Schwere im Kopf, in Ruhe und bei Bewegung, abends.
Jeden Morgen Kopfschmerz über einem oder dem anderen Auge, meist l., allmählich über die ganze Stirn sich ausbreitend, allmählich zunehmend und abnehmend; oft mit Erbrechen.
Kurz nach dem Aufstehen dumpfer, betäubender Schmerz über den Augen, manchmal mehr über dem linken, allmählich an Intensität zunehmend und die ganze Stirn einnehmend, seinen Höhepunkt in etwa zwei Stunden erreichend, worauf er ebenso allmählich nachließ und in etwa zwei Stunden völlig verschwunden war; der Schmerz war von einpressendem, krampfartigem, zermalmendem Charakter.
Regelmäßig um 5 Uhr morgens durch Kopfschmerz geweckt, der Stirn und beide Augen einnahm; schwere drückende oder mahlende Schmerzen, < durch Bewegung; große Empfindlichkeit gegen Geräusch und Licht; der Schmerz anfangs nicht besonders heftig, nahm aber allmählich zu, behielt seine Intensität auf dem Höhepunkt einige Zeit bei (gewöhnlich von 8 bis 9 Uhr), nahm dann allmählich ab und verschwand schließlich.
Heftiger, glühender, hämmernder Schmerz, der sich vom oberen Teil der Stirn bis zum Scheitel erstreckt; es fühlte sich an, als wolle der Kopf durch innere Schläge bersten; die Haut der Stirn scheint geschwollen, die Augenlider wurden zusammengepreßt und konnten nur wenig geöffnet werden; das geringste Geräusch steigerte den Schmerz in unerträglichem Grade, so daß er in die entfernteste Ecke des Hauses kroch; täglicher Anfall von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags, seine größte Intensität etwa um Mittag erreichend.
Seit einer Woche leichter Schnupfen, Niesen, etwas heißes wundmachendes Wasser läuft aus Nase und Augen; nach dem dritten Tag dieser Erkältung bekam er einen dumpf schmerzenden Schmerz über dem l. Auge, in der linken Schläfe, der gegen 4 Uhr morgens einsetzte, sehr allmählich bis 11 Uhr vormittags zunahm und von 3 Uhr nachmittags an ebenso langsam abnahm, bis er um 6 Uhr nachmittags ganz verschwunden war, um erst um 4 Uhr morgens zurückzukehren; anfangs war der Schmerz nur dumpf schmerzend, aber nach einigen Tagen wurde er scharf, schneidend und bohrend, mit einem furchtbaren Füllegefühl; am Ende einer Woche war er auf seinem Höhepunkt so qualvoll, daß der Kranke, dessen Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, mehr als gewöhnlich war, sich im Bett wälzte und warf und die gewöhnlichen Äußerungen größter Qual zeigte; Tränenfluß des Auges auf der betroffenen Seite, mit leichter Wundheit des unteren Lides; der Schmerz > eine Zeitlang durch Druck. θ Solarneuralgie.
Neuralgie des Kopfes; beginnt leicht und steigt allmählich bis zu ihrem höchsten Punkt und nimmt dann allmählich wieder ab.
ÄUSSERER KOPF [4]
Brennen in der Stirn, mit Übelkeit, > im Freien.
SEHEN UND AUGEN [5]
Sieht einen Regenbogen um das Kerzenlicht.
Schwache, eingefallene, glanzlose Augen.
Pupillen verengt.
Neuralgie im linken Auge, allmählich zunehmend von 10 Uhr vormittags bis Mittag, dann allmählich abnehmend, mit Tränenfluß während des Schmerzes.
Beißen in den Augen, als ob mit einem wollenen Tuch gerieben würde.
Verklebung der Lider nachts.
Druck im linken inneren Augenwinkel wie von einem Gerstenkorn, mit Tränenfluß.
Pustulöse Schwellung am inneren Augenwinkel des linken Auges; wie eine Tränenfistel.
Drückender Schmerz im rechten inneren Augenwinkel.
Brennende Stiche in den Augenlidern. θ Gerstenkörner.
Blennorrhö des Tränensacks; reichlicher gelbweißer Ausfluß.
Ptosis infolge sympathischer Lähmung; jeden Dienstag wiederkehrend.
GEHÖR UND OHREN [6]
Klingeln im linken Ohr.
Schrilles Geräusch im Ohr beim Schnäuzen.
Ulzeration des Ohrlochs.
GERUCH UND NASE [7]
Überempfindlicher Geruch.
Verstopfungsgefühl und Schwere hoch oben in den Nasengängen.
Trockener einseitiger Schnupfen, mit Wundheit, Rötung und Schwellung des Nasenlochs.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Hitzewallungen im Gesicht bei jeder Bewegung, > im Freien; eine Wange heiß und rot.
Gesicht blaß, Augen eingefallen, Geist stumpf.
Gesicht blaß und eingefallen, kränklich, Gesichtszüge verlängert.
Gesicht blaß, kränklich aussehend, bei Anstrengung leicht errötend.
Ziehender Schmerz im Gesicht, im Jochbein und in den Augenhöhlen.
Das Jochbein ist vor der Menstruation berührungsschmerzhaft; während des Flusses schmerzt schon die Bewegung der Gesichtsmuskeln.
Prellungsartiger Schmerz in der Gegend des Jochbeins während der Menstruation.
Prosopalgie: die Schmerzen nehmen allmählich zu und ab; nach durch Chinin unterdrückten Frostschauern.
Intermittierende supraorbitale Neuralgie von 10 Uhr vormittags bis 3 oder 4 Uhr nachmittags, allmählich zunehmend bis zu ihrem Höhepunkt und dann ebenso allmählich wieder abnehmend; nach Mißbrauch von Chinin.
Heftige Neuralgie des Gesichts und Kopfes, die Schmerzen kommen in einer 'langsam-aber-sicher'-Art herangeschlichen, brauchen Stunden bis zum Maximum und beginnen dann abzunehmen, was ebenso langsam erfolgt.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Die Zähne fühlen sich locker und verlängert an, mit schmerzhaftem Zucken kurz nach dem Essen.
Neuralgie von den Schläfen nach unten über Ober- und Unterkiefer und Lippen, ein ziehender, nagender Schmerz, beginnt mehrere Tage lang zu einer bestimmten Stunde, steigt bis zu seiner größten Heftigkeit an und nimmt dann wieder allmählich ab (vom Morgen bis zum Abend).
Schmerz in den oberen Schneidezähnen seit vier Tagen; die Schmerzen stark, kommen zuerst leicht, nehmen allmählich an Intensität zu und lassen dann allmählich wieder nach.
Epileptiforme Krämpfe beim Zahnen; das Kind fühlt sich wohler, wenn es mit dem Bauch über einem harten Gegenstand liegt; Einkrampfen der Daumen.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: sauer; süß; unerquicklich; alles bitter außer Wasser.
Schwierige, schwache Sprache, verursacht durch Schwäche, besonders in der Brust.
Zunge: rot; gelb; belegt mit gelblichem Schleim.
MUNDHÖHLE [12]
Übelriechender Geruch aus dem Mund.
GAUMEN UND HALS [13]
Dauerndes Wundsein und Trockenheit im Hals; beim Schlucken schmerzhaftes Gefühl wie entblößt.
Äußerstes Wundsein und Trockenheit des Halses, ohne Durst; diese Empfindungen sind beim Schlucken viel schmerzhafter; dicker gräulicher oder grünlicher Schleim haftet im Hals; starke Anstrengungen sind nötig, ihn heraufzubringen, und diese erregen Brechneigung.
Wundsein im Hals am Morgen. θ Chronischer Katarrh.
Stechende Trockenheit im Hals.
Schneiden im Hals wie von Messern beim Schlucken.
Räuspert Schleim auf, mit Wundheit im Hals; die Stimme wird dann zum Singen klarer.
Neigung, abends viel Schleim aus dem Hals heraufzuräuspern, gefolgt von einem wundem Schmerz im Hals.
Schleim sitzt im Hals fest; Bemühungen, ihn heraufzubringen, erregen Würgen.
Dicker, graugrüner, mit Blut vermischter Schleim löst sich aus dem Hals.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Heißhunger tagsüber, mit Appetitlosigkeit abends.
Appetit unregelmäßig, mit Hypochondrie.
Abneigung gegen Bier; es schmeckt schal oder bitter.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Aufstoßen: bitter nach dem Essen; sauer.
Übelkeit nach dem Essen, gefolgt von Erbrechen von Galle oder unverdauter Nahrung.
Erbrechen: von Blut; von Galle und Schleim beim Erwachen am Morgen; von Wasser beim Riechen von Kochdünsten.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Sinkendes, vergehendes Gefühl im Epigastrium.
Druck und Beklemmung in der Magengrube.
Schwerer Druck im Magen, mit Schmerzhaftigkeit bei Berührung.
Magenbeklemmung bei hysterischen Frauen, mit Übelkeit, blassem Gesicht, großer Schwäche, phlegmatischem Temperament.
Unruhig, weiß nicht, was er mit sich anfangen soll; Schmerzen > beim Gehen, doch so schwach, daß er bald ruhen muß.
Cardialgie; die Schmerzen kommen und gehen allmählich, erstrecken sich bis zum Nabel und sind > durch harten Druck; kränklicher Gesichtsausdruck; unruhig, weiß nicht, was er mit sich anfangen soll; > beim Gehen, doch so schwach, daß er bald ruhen muß.
Gastralgie; krallender, knetender Schmerz, bis zum Nabel ausstrahlend; Epigastrium druckempfindlich; Spannung, Druck, Kurzatmigkeit, mit Angst und Übelkeit; chronische Diarrhö; häufiges bitteres Aufstoßen; Auftreibung des Magens; Hunger.
Bluterbrechen, < im Liegen, > durch Druck auf den Magen; schon leichte Berührung verursacht das Gefühl subkutaner Ulzeration.
HYPOCHONDRIEN [18]
Gelegentlich tagsüber große epigastrische Schwäche und Hunger, aber er kann nicht essen.
Brennen in der Lebergegend; schneidende Schmerzen um den Nabel; Schmerz wie von einem Geschwür; Leeregefühl nach dem Essen.
Brennen in der Lebergegend; Stechen.
Bohrende Stiche im linken Hypochondrium.
Hysterische Krämpfe in der Zwerchfellgegend.
BAUCH UND LENDEN [19]
Leeregefühl, selbst nach dem Essen.
Gefühl von Wundheit im ganzen Bauch, < durch Berührung.
Wühlen im Bauch vor jedem Stuhl.
Schneiden um den Nabel; mit bitterem Aufstoßen, Hunger und Diarrhö; > durch harten Druck.
Empfindlichkeit des Bauches gegen Berührung; wund wie von subkutaner Ulzeration.
Stiche von beiden Seiten durch die Hüften; < bei der geringsten Bewegung oder Berührung und beim Liegen auf der rechten Seite; > durch Zusammenkrümmen gegen einen Stuhl oder Tisch; Erbrechen von Wasser beim Riechen jeder Art von Kochgeruch. θ Kolik.
Kolik und windende Schmerzen in der Milzgegend, etwa sechs Stunden anhaltend; gewöhnlich nachts kommend und beim Nachlassen eine Wundheit hinterlassend, die im Laufe der Woche verschwindet; in den letzten Tagen waren die Schmerzen beständig; der Schmerz beginnt leicht, wird schlimmer und schlimmer, bis er seinen Höhepunkt erreicht, und nimmt dann ab, wobei das Gefühl bleibt, als sei ein Loch in seiner Seite.
Krampfartige Kolik ober- und unterhalb des Nabels.
Kolik > durch harten Druck oder dadurch, daß der Bauch des Kindes quer über die Knie oder gegen die Schulter gelegt wird.
Vier Monate altes Kind, doppelte Leistenhernie; Diarrhö von grünen, geronnenen Stühlen und viel Kolik, > wenn sein Bauch quer über das Knie der Wärterin oder gegen die Schulterspitze gelegt wird.
STUHL UND REKTUM [20]
Stühle: grün, geronnen, mit Kolik; schleimig; mit bitterem Aufstoßen; hart, trocken, knotig oder unzureichend, mit erneutem Drang danach.
Diarrhö: bei Säuglingen; viel Sprechen oder lautes Lesen erschöpft; hinabzugehen ist schwieriger als hinaufzugehen, sich zu setzen schwieriger als aufzustehen; obwohl der Stuhl vollständig erfolgt ist, fühlt man sich nicht erleichtert.
Vor dem Stuhl: Bewegung, Kneifen und Auftreibung im Bauch.
Während des Stuhls: Schneiden im Anus; Ziehen vom Rücken durch die Schenkel; Frostschauer.
Rektum träge; viel Drang selbst bei weichem Stuhl.
Verstopfung; Stuhl hart, trocken, knotig oder unzureichend und grün.
Verstopfung, jeden Montag oder an Tagen nach einem Fest auftretend, aber nur im Winter, während in der übrigen Woche der Stuhl regelmäßig war; Fülle im unteren Teil des Bauches, mit Schwellung, Unwohlsein, großer Hitze im Kopf, > im Freien, im Haus wiederkehrend, mit schlechter Laune und Traurigkeit; fühlte mittags Hunger, aber abends keinen Appetit.
Gehen Würmer ab; Askariden; Kolik; kränkliches Gesicht; Anfälle von Bauchschmerz, während deren der Kranke sich zur Erleichterung über etwas Hartes lehnen möchte.
Bandwurm.
HARNORGANE [21]
Harn: reichlich und blaß, dann spärlich, braun und manchmal weiß wie Milch; spärlich und mit Phosphaten beladen.
Nach dem Wasserlassen anhaltender Drang.
Harndrang fehlt, als ob keinerlei Empfindung in der Harnblase vorhanden wäre; nur ein Füllegefühl zeigt die Notwendigkeit des Wasserlassens an; Atonie der Harnblase.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Wollüstiges Gefühl in den Genitalien, endend in einer Emission.
Reizung, mit großer Schwäche und nächtlichen Samenergüssen; ausgeprägte Neurasthenie.
Spermatorrhö mit übermäßiger Prostration.
Emissionen ohne wollüstige Träume.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Erregtes sexuelles Verlangen; leichter Orgasmus.
Kratzen am Arm erzeugt ein unerträgliches Lustgefühl in den Genitalorganen, das sich bis zur Gebärmutter erstreckt und sexuellen Orgasmus hervorruft. θ Neurasthenie.
Nach-unten-Drängen in der Gebärmuttergegend; Prolaps von Gebärmutter und Scheide; < während des Stuhls; fühlt sich so schwach, daß sie plötzlich niedersinken muß, kann aber leicht wieder aufstehen. θ Neurasthenie.
Eingeklemmter Prolaps, neigt zu Gangrän.
Menstruation: zu früh und zu reichlich; von Melancholie vorausgegangen; Schmerz in den Jochbeinen, dauert während der Menstruation an.
Leukorrhö: mit großer Schwäche; die Schwäche scheint aus der Brust hervorzugehen; aus gelbem, weißem oder durchsichtigem Schleim; dünn, wäßrig, bei entkräfteten Personen; reichlich weiß oder gelb und große allgemeine Schwäche verursachend.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. STILLZEIT [24]
Melancholie. (Siehe Kapitel 1 Symptom 6).
Krampfartige Wehen; sie erschöpfen sie, sie ist außer Atem.
Das Kind verweigert die Muttermilch.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Stimme rauh, tief, heiser, hohl; klarer oder höher nach dem Heraufräuspern von Schleim.
Rauhigkeit und Heiserkeit, vorübergehend > durch Husten.
Sprechen schwächt, besonders die Brust.
Sie kann ihren Kindern nicht vorlesen, es verursacht dumpf schmerzenden Schmerz im Hals, in der Brust und in den Deltoiden.
Vollständige Aphonie; Schmerz im Kehlkopf; starker Husten mit reichlichem eitrigem Auswurf; hektisches Fieber; entkräftende Nachtschweiße; Diarrhö.
Heiserkeit, Schwäche und Leere in der Brust beim Beginn des Singens, so daß sie ständig gezwungen war aufzuhören und tief Atem zu holen; zuweilen beseitigten einige ausstoßende Hustenstöße die Heiserkeit für einen Augenblick.
Wundsein im Kehlkopf.
Hustenreiz in der Luftröhre, wie von Schleim, beim Atmen, mit einem Husten weder locker noch trocken, mehr gefühlt beim vornübergebeugten Sitzen als beim Gehen.
Schleim in der Luftröhre am Vormittag, leicht durch kräftigen Husten ausgeworfen, mit großer Schwäche der Brust wie ausgeweidet; Schwäche von Körper und Gliedern, wobei sich dieses Schwächegefühl nach oben und unten ausdehnte, mehrere Morgen hintereinander.
Bronchiektasien, mit eitrigem Auswurf.
Husten, Kitzeln im Hals, Appetitverlust, Fieber, entkräftende Nachtschweiße; das Schlucken wurde allmählich schwieriger, verursachte heftigen Husten und Erstickungsanfälle; der Auswurf wurde immer reichlicher, anfangs schleimig, schließlich eitrig, mehr als ein Pint in vierundzwanzig Stunden; Heiserkeit; Abmagerung; Epiglottis ulzeriert, die Ränder wie weggefressen.
Kehlkopfphthisis, mit ständigem kurzem hackendem Husten und Aphonie; Leeregefühl in der Brust.
Ansammlung großer Mengen Schleim in der Luftröhre, durch Husten leicht entfernt. θ Bronchitis.
ATMUNG [26]
Neigung, tief Atem zu holen, was ein Gefühl von Leichtigkeit hervorruft.
Krähende, schnarchende Atmung.
Beklemmte Atmung: durch jede Bewegung; beim Niederlegen; abends; durch Husten.
Kurze, schwierige Atmung, verursacht durch Schwäche der Atmungsorgane, mit großer Leere in der Brust, jedoch ohne Dyspnoe.
Dyspnoe und Atemnot beim Steigen von Stufen und bei der geringsten Bewegung.
Abendliche Dyspnoe; muß die Kleidung lockern.
Frau ---, 27 Jahre alt, schlank, brünett, seit vielen Jahren an Asthma leidend; die Anfälle, denen Symptome einer gewöhnlichen Erkältung vorausgehen, setzen gewöhnlich gegen 4-5 Uhr morgens ein und dauern sechsunddreißig bis achtundvierzig Stunden; die Anfälle nehmen allmählich zu und ab.
Ein Mann, 40 Jahre alt, hatte seit einem Jahr und drei Monaten asthmatische Anfälle, die ihm Tag und Nacht nicht erlaubten, sich hinzulegen; die Anfälle nahmen allmählich zu und ab; Retinitis albuminurica; Albumin im Harn und Ödem der Füße.
HUSTEN [27]
Husten: in ermüdenden Anfällen; die epigastrische Gegend schmerzhaft wie zerschlagen; heftig, erschütternd, tief; kurz, von Zeit zu Zeit, wie aus Schwäche in der Brust, mit heiserem, schwachem Klang; Kitzeln wie von Wundheit tief unten in der Luftröhre, ein Kratzen, das sich nach oben in den Hals erstreckt; ständige Neigung hackend zu husten, als ob viel Schleim in der Brust sei, mit innerem Gefühl von Kratzen und Rasseln; furchtbar, mit Auswurf und Bluthusten; trocken, abends im Bett; erschütternd in Anfällen von drei Hustenstößen; verursacht durch Schleim in der Brust und durch Stiche in der Luftröhre und Trockenheit; mit reichlichem, grünem, salzigem Sputum, morgens am stärksten.
Schabender Husten mit grünlichem Auswurf von unerquicklich süßlichem Geschmack, < abends vor dem Niederlegen, bei heiserer Stimme; ein wundes Gefühl in Brust und Luftröhre nach jedem Husten (die Reizung, die ihn hervorruft, sitzt tief unten in der Luftröhre).
Ansammlung von viel Schleim in der Luftröhre, der durch Husten leicht ausgeworfen wird; danach Wundheit oder Stiche in der Brust.
Husten verursacht durch Sprechen, Singen, Lachen, Liegen auf der Seite und durch Trinken von etwas Warmem.
Phthisis pituitosa.
Husten, besonders tagsüber, mit Kurzatmigkeit; reichlicher, weißer, dicker, geschmackloser Auswurf, ohne Anstrengung.
Husten, der jeden Februar wiederkehrte und bis zum Sommer oder warmen Wetter anhielt; hatte drei Jahre zuvor Masern gehabt und sich erkältet; schwerer, erschöpfender Husten; Brechneigung während des Hustens; < am Morgen; Auswurf von gelblichem Schleim von süßlichem Geschmack.
Keuchhusten, mit Heiserkeit, Atemverlust, Wundheit und Schwere in der Brust, Neigung tief zu atmen, wundem oder leerem Gefühl im Epigastrium, reichlichem unerquicklich oder salzig schmeckendem, gelblichem oder grünlichem Auswurf, < nachts im Liegen, Gesicht blaß und abgemagert, Augen eingefallen.
Auswurf eines kugeligen, gräulichen Klumpens dicken Schleims, der ein Gerinnsel von schwarzem Blut enthält und aus dem Hals zu kommen scheint.
Auswurf: wie Eiweiß; gelbgrüner Eiter; süßlich; faulig, sauer oder salzig; tagsüber.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Beklemmung der Brust, als wäre sie innerlich verengt.
Bedrückende Beklemmung im oberen Teil der Brust, häufig gezwungen tief zu atmen, mit einem Gefühl großer Leere in der Magengrube.
Spannung über den oberen Teil der Brust bei Leere im unteren.
Zusammenziehung der Brust mit Angst am Abend.
Brust so schwach, daß er nicht sprechen kann; Leeregefühl in der Brust.
Große Dyspnoe, mit Angst, abends, zwingt zum Lockern der Kleidung.
Ein langer Atemzug verursacht für kurze Zeit ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit.
Großes wundes Gefühl in der Brust; Schmerz wie geprellt.
Stiche in Brust und Seiten hindern die Atmung.
Plötzliche, scharfe, messerartige Stiche in der linken Brustseite.
Stiche in der linken Brustseite beim Atmen oder beim Liegen auf dieser Seite.
Plötzliches Ziehen unter der linken Brust beim Aufrichten im Bett, gefolgt von scharfen, messerartigen Stichen, die sich von dort in das Schlüsselbein gegen die Schulter erstreckten, wo der Schmerz bestehen blieb, und in die linke Seite, nach unten bis in den Unterbauch ausstrahlend, < durch Einwärtsbeugen, Drücken darauf und besonders durch Einatmen und hackenden Husten, der ebenfalls einen schmerzhaften Stoß verursachte.
Juckendes Kitzeln in der Brust.
Spannung in der Brust. θ Hydrothorax.
Nach großem Schrecken und infolge einer schweren Erkältung dumpfer lähmender Schmerz im linken Arm, der sich bei weiterem Gehen auf die linke Brustseite ausdehnte, die Atmung behinderte und ihn zwang stehenzubleiben; der Schmerz nahm dann bald ab, aber er mußte bald wieder anhalten; während der Nacht plötzlich durch heftigen Schmerz an einem Punkt der linken Brust geweckt, der nicht genau angegeben werden konnte; der Schmerz nahm allmählich zu und war von einem unbeschreiblichen Schrecken begleitet, der ihn aus dem Bett trieb; in keiner Lage fand er Erleichterung; reichlicher kalter Schweiß am Kopf und oberen Teil des Rumpfes; auf der Höhe des Schmerzes war er unfähig, eine Bewegung zu machen oder einen Laut hervorzubringen; eine Stunde lang mußte er sitzen bleiben, mit nach vorn gebeugtem Kopf und Rumpf, keuchender, geräuschvoller Atmung, krampfhaft die Arme eines Stuhles umklammernd; der Schmerz nahm dann ebenso allmählich ab, wie er zugenommen hatte, und verschwand bis zum Morgen. θ Neuralgie des linken Nervus phrenicus.
Einige Tage nach einem Schrecken, beim Gehen, ein ungewöhnliches Schwächegefühl, das aus der Brust zu kommen schien und sie zwang, das Kleid zu lockern und sich hinzulegen; nach einstündigem ruhigem Liegen verschwand der Anfall, kehrte aber nach einigen Tagen zurück und verwandelte sich allmählich in einen nagenden Schmerz, in der Mitte des Brustbeins sitzend, sanft beginnend, zwei Stunden lang allmählich zunehmend und dann ebenso allmählich verschwindend; zu Beginn des Anfalls, der immer häufiger wiederkehrte, unwiderstehliche Neigung sich hinzulegen, und auf der Höhe des Anfalls war sie eine halbe Stunde lang unfähig, irgendeine Bewegung oder einen Laut hervorzubringen; sie wurde chlorotischer und die Menstruation spärlicher und blasser. θ Neuralgie.
Hämoptyse; Neigung zu reichlichem Auswurf.
Schwäche in der Brust: mit reichlichem Auswurf; wie ausgeweidet, mit Schwäche des ganzen Körpers und der Glieder; und Leere beim Beginn des Singens, so daß sie ständig gezwungen war aufzuhören und tief Atem zu holen.
Chronische katarrhalische Brustaffektionen mit reichlichem Auswurf von gelblichem, grünlichem, unerquicklich schmeckendem Schleim; große Prostration; Abmagerung; Ödem der Glieder.
Kurzatmigkeit; reichlicher, aber schwer herauszubringender Auswurf von dickem, unerquicklich, salzig schmeckendem Schleim; der Auswurf fehlt neun oder zehn Wochen lang vollständig, kehrt dann zurück und hält fünf oder sechs Wochen an; Nässen einer wäßrigen klaren Flüssigkeit aus dem Nabel während der Zeiten, in denen sie auswirft; Schlaf gestört; schläft auf dem Rücken mit auf die Brust gebeugtem Kopf; kann nicht auf der Seite liegen; gebückte Haltung; große Prostration; große schleimige und pfeifende Rasselgeräusche in der Brust; nach einer Pneumonie vor mehreren Jahren.
Reichlicher Auswurf; pfeifende, beklemmte Atmung, < durch Bewegung; Husten Tag und Nacht, mit Übelkeit; Auswurf weiß, dünn, schleimig; häufige Stiche in den Brustseiten, < beim Atmen und Husten; Prostration; kann wegen der Atemnot nicht schlafen; kann keine Arbeit verrichten; Menstruation und Stuhl normal.
Husten mit reichlichem, grünlichem oder gelblichem unerquicklich schmeckendem Auswurf; der Husten gewöhnlich trocken am Abend und in der Nacht, oder aber der Auswurf ist erschwert, während er tagsüber und morgens reichlich und leicht ist. θ Phthisis.
Puls 150 bis 160; hektisches Fieber; zermürbender, erschöpfender Husten Tag und Nacht; in vierundzwanzig Stunden etwa ein Quart zähen, glasigen Schleims mit eitriger Beimischung auswerfend; große Höhle im oberen Drittel des rechten Lappens; Calc. 30 senkte den Puls auf 120 und verminderte das Sputum um etwa ein Viertel; in vier oder fünf Wochen beschleunigte sich der Puls wieder und die Besserung hörte auf, Stannum heilte dann. θ Phthisis.
Husten, der aus der Tiefe der Brust zu kommen schien, < nachts, mit reichlichem Auswurf; Spannung über die Brust; Dyspnoe < durch Bewegung; kann sich nachts nicht hinlegen; Rasseln von Schleim in der Brust; Appetitlosigkeit; Nachtschweiße; Prostration; Schwächung der Glieder; Abmagerung. θ Phthisis.
Zähne locker, fühlen sich zu lang an; Ansammlung von viel Schleim im Hals; Kratzen im Hals am Abend; Heiserkeit; kitzelnder Husten; Husten mit grünlichem Auswurf von unerquicklich weißlichem Geschmack, < abends; Zusammenschnürung der Brust und Angst am Abend; Kurzatmigkeit, < bei der geringsten Bewegung; muß die Kleidung lockern; Stuhl spärlich, grünlich; heftiges Brennen der Hände und Füße; allgemeine Prostration; sehr müde und schläfrig; jeden Morgen um 4 Uhr reichliche Schweiße; Abmagerung; mutlos, will nicht sprechen, ist unzufrieden. θ Phthisis.
Husten Tag und Nacht, reichlicher Auswurf; große Abmagerung; Puls schwach, schnell; brennende Hitze der Handflächen, < am Nachmittag; reichliche Schweiße früh morgens; Zunge rot; schwere Diarrhö; große Prostration, die sie zwingt im Bett zu bleiben. θ Phthisis.
Prostration; Schmerz in allen Gliedern; ständiger Hustenreiz; häufiges Frösteln tagsüber und reichliche Schweiße früh morgens im Bett; ist nicht mehr fähig aufzustehen; ständiger Husten; reichlicher Auswurf von Massen geschmacklosen weißen Schleims; unstillbarer Durst; Verlangen nach sauren Dingen. θ Phthisis.
Blaß und abgemagert; Atmung schnell, kurz; Husten oft trocken, oft mit reichlichem grünlichgelbem süßlich schmeckendem Schleim; < morgens und abends; stechende Schmerzen im Kopf, < in der Stirn, < nach Hustenanfällen; abnormer Appetit; Druck im Magen nach dem Essen; spärlicher Stuhl; Schwere, Kälte und Schwellung der Hände und Füße; abends vorübergehende Hitzewallungen und Durst. θ Phthisis.
Schleimiger Auswurf im ersten Stadium der Schwindsucht oder wenn ein vernachlässigter Katarrh oder eine Grippe in Phthisis überzugehen droht; kann aus Atemnot nur wenige Worte auf einmal sprechen; mehr oder weniger Heiserkeit; Rauhigkeit des Halses und wunder Schmerz in der Brust; Schwächegefühl in der Brust, als sei ihr Inhalt nach dem Auswurf oder Sprechen entzogen; Zusammenschnürung der Brust und ständiges Frösteln, abwechselnd mit Hitzewallungen; reichliche Nachtschweiße; Druck und Völlegefühl des Magens immer nach dem Essen; große Mattigkeit, Hände und Füße schwer und kalt oder brennend heiß. θ Phthisis.
Phthisis mucosa, mit dem charakteristischen Husten, der Schwäche und dem Auswurf; reichliche Schweiße.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Puls häufig und klein.
ÄUSSERE BRUST [30]
Eine Dame, 50 Jahre alt, früher gesund, leidet seit ihrem Klimakterium an Leberleiden; sieht gelb aus, hat keinen Appetit, übelkeitserregenden Geschmack, Zunge gelb belegt, hartnäckige Verstopfung; Zunge zottig, gelb, dick belegt, etwas trocken; Stimme schwach, Herztöne langsam, schwach, kaum 60 in der Minute, aber regelmäßig; Harn stark gesättigt mit saurem Sekret und zinnoberrotem Niederschlag, der fest an den Wänden des Gefäßes haftet; einige verschrumpfte Varizen am Anus; das ganze Aussehen anämisch; jeden Samstagmorgen erwacht sie mit Übelkeit und Würgen; fühlt einen Stoß in der Lebergegend, der entlang der zweiten und dritten falschen Rippe einen krampfartigen Schmerz zurückläßt, der allmählich an Heftigkeit bis 3 oder 4 Uhr nachmittags zunimmt, dann erbricht sie am Vortag genossene Nahrung, und danach nimmt der Schmerz allmählich ab, so daß sie um 10 Uhr abends vollständig erleichtert ist; die nächsten zwei Tage so schwach, daß sie im Bett bleiben muß; die nächsten vier Tage erträglich wohl, bis der Samstag die Rückkehr ihrer Leiden bringt; während des Anfalls entleert sie eine große Menge wäßrigen Harns. θ Interkostalneuralgie.
HALS UND RÜCKEN [31]
Schwäche des Nackens.
Stiche im Rücken, im Kreuz und in die Glieder hinein.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Zucken in den Muskeln des Arms, wenn er ihn ruhen läßt; die Finger zucken beim Halten der Feder.
Schwäche und Schwere der Arme, besonders rechts; < durch Bewegung.
Paralytische Schwäche der Arme, wenn er auch nur kurze Zeit ein leichtes Gewicht hält.
Die Arme werden bei mäßiger Anstrengung leicht ermüdet, so daß alles, was er hält, ihm aus der Hand fällt.
Dumpf schmerzender Schmerz in den Deltoiden durch Lesen.
Schwellung der Hände abends.
Schwäche und Zittern der Hände.
Krampf der Finger bei Schreibern und Schustern; beim Versuch, einen kleinen Gegenstand wie eine Nadel oder Feder aufzuheben, oder wenn sie lange gebraucht worden sind, werden die Finger plötzlich starr, verdreht, auseinandergespreizt oder zusammengezogen, in welcher Stellung sie einige Zeit verbleiben; der Krampf kann oft dadurch beendet werden, daß man die Finger mit der gesunden Hand öffnet; gewöhnlich ist die rechte Hand befallen; in einem Fall waren auch die Zehen betroffen.
Brennen in den Händen.
Frostbeulen an den Händen.
Schmerzhafte Niednägel.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Schwäche und Schwere, besonders der Schenkel und Kniegelenke, muß sich setzen.
Paralytische Schwere und Schwäche, besonders in den Schenkeln und Kniegelenken.
Steifigkeit und Spannung in den Kniekehlen.
Schwellung der Knöchel abends.
Brennen der Füße.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Paralytische Schwere der Glieder; < beim Gebrauch der Arme oder beim Gehen, besonders beim Hinabgehen.
Unerträgliche Unruhe aller Glieder.
Schwellung von Händen und Füßen am Abend.
Schmerzen in den Gliedern nehmen allmählich zu und auf dieselbe Weise wieder ab.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe: Schmerzen im Kopf <; Schwere im Kopf; beim Ruhen des Arms Zucken in den Muskeln.
Liegen: Bluterbrechen <; Asthma erlaubt es nicht; Keuchhusten <.
Auf dem Rücken liegen: ein Bein ausgestreckt, das andere angezogen während der Schwangerschaft; Kopf auf die Brust gebeugt; Kurzatmigkeit.
Liegt auf dem Bauch: im Schlaf.
Liegen auf der rechten Seite: Schmerz durch die Hüften <; verursacht Husten.
Ständig Wunsch zu liegen oder zu sitzen: übermäßige Prostration.
Muß sich hinlegen: Schwäche der Brust.
Kann sich nicht hinlegen: Phthisis.
Gezwungen sitzenzubleiben mit Kopf und Rumpf nach vorn: Schmerz in der linken Brust.
Vornübergebeugtes Sitzen: Hustenreiz >.
Zusammengekrümmt gegen einen Stuhl oder Tisch: > Schmerzen durch die Hüften.
Einwärtsbeugen: Stiche im Bauch <.
Muß sich setzen: Schwäche und Schwere der Schenkel und Kniegelenke.
Bücken: Reißen in der Stirn <; mit Kurzatmigkeit.
Heben des Kopfes: Schwindel <.
Aufrichten im Bett: Ziehen unter der linken Brust.
Aufstehen aus dem Bett: plötzliche Schwäche.
Bewegung: Schmerzen im Kopf >; Schwere im Kopf; Kopfschmerz <; Hitzewallungen im Gesicht; Stiche durch die Hüften <; beklemmte Atmung; Atemnot; unmöglich wegen Schmerz in der Brust; unmöglich, Neuralgie der Brust; pfeifende Atmung <; Dyspnoe <; Kurzatmigkeit <; Schwäche der Arme <.
Gehen: Schmerzen >, doch muß bald ruhen; Schwindel <; Schmerz geht vom Arm zur Brust; Schwere der Glieder <; große Mattigkeit.
Steigen von Stufen: Atemnot; Müdigkeit des Körpers <.
Hinabgehen schwieriger als Hinaufgehen, Sitzen schwieriger als Aufstehen; Schwere der Glieder <.
Treppenhinabgehen: Ohnmachtsgefühl.
Anstrengung: Gesicht errötet leicht.
Bewegung: Arm leicht ermüdet; langsames Zittern <.
NERVEN [36]
Gefühl, als würde sie ohnmächtig.
Ohnmachtsgefühl beim Treppenhinabgehen.
Große Mattigkeit beim Gehen.
Müdigkeit des ganzen Körpers, besonders nach dem Steigen von Stufen.
Wurde plötzlich von Schwäche befallen; sie konnte beim Ankleiden nach dem Aufstehen kaum atmen.
Große Müdigkeit tagsüber; mußte sich hinlegen.
Übermäßige Prostration; hat ständig das Verlangen sich zu setzen oder zu legen, und wenn sie sich setzen will, fällt sie auf den Stuhl, weil ihr die Kraft fehlt, sich langsam hinzusetzen.
Äußerste Erschöpfung von Geist und Körper.
Kraftverlust, als wären die Glieder zerschlagen.
Durch Sprechen oder lautes Lesen sehr erschöpft.
Großes Schwächegefühl im Kehlkopf und in der Brust, von dort aus über den ganzen Körper.
Zittern, < durch langsame Bewegung.
Neuralgie; der Schmerz steigert sich allmählich zu sehr hohem Grade und nimmt ebenso langsam wieder ab.
Hysterische Krämpfe mit Schmerz im Bauch und im Zwerchfell.
Hysterie mit furchtbaren Schmerzen im Kopf; voll von Einbildungen.
Wiederkehr der Krämpfe beim Durchbruch jedes Zahnes; auch infolge von Würmern; das Kind ist schwach; sieht elend aus.
Epilepsie: mit Werfen der Glieder, Einkrampfen der Daumen; Opisthotonus; Bewußtlosigkeit; mit sexuellen Komplikationen; während der Dentition, mit Wurmsymptomen; abends; mit Blässe des Gesichts, Zucken der Hände und Augen.
Hemiplegie, die gelähmten Teile ständig feucht von Schweiß; besonders auf der linken Seite, mit einem Gefühl schwerer Last im betroffenen Arm und der entsprechenden Brustseite und häufigen Nachtschweißen.
Lähmung durch Würmer, Onanie, Krämpfe, Gemütsbewegungen.
SCHLAF [37]
Schlaflosigkeit.
Tagsüber schläfrig; schläft nachts spät ein.
Unruhig, das Kind stöhnt im Schlaf oder fleht auf ängstliche Weise.
Beim Erwachen so schwach, daß das Ankleiden ihr den Atem nimmt.
ZEIT [38]
Morgen: Visionen aller Art eingebildeter Dinge; Wundsein im Hals; Erbrechen von Galle und Schleim; Schleim in der Luftröhre; Hustenneigung <; Auswurf leicht; entkräftende Schweiße; Schweiß < nach 4 Uhr morgens.
Um 10 Uhr vormittags: Fingerspitzen taub.
Tagsüber: Heißhunger; große epigastrische Schwäche und Hunger; reichlicher grüner salziger Auswurf; Husten <, mit Kurzatmigkeit; Auswurf leicht; Husten erschöpfend; häufiges Frösteln; große Müdigkeit; schläfrig.
Nachmittag: brennende Hitze der Handflächen <.
Abends: Schwere im Kopf; Neigung, viel Schleim aus dem Hals heraufzuräuspern; Appetitlosigkeit; Dyspnoe; trockener Husten; Husten < vor dem Niederlegen; Zusammenschnürung der Brust; Dyspnoe; Kratzen im Hals; Husten mit Auswurf <; Schwellung der Hände; Schwellung der Knöchel; Schwellung der Füße; Epilepsie.
Nacht: Verklebung der Lider; Kolik kommt; Keuchhusten <; Husten erschöpfend; Husten <; schläft spät ein; entkräftende Schweiße.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Warme Getränke: verursachen Husten.
Freie Luft: beim Gehen Schwindel <; Brennen in der Stirn >; Hitzewallungen im Gesicht >.
FIEBER [40]
Frost: um 10 Uhr vormittags, Fingerspitzen taub; abends über den Rücken; nur am Kopf, mit Durst; leicht, aber mit Zähneklappern wie bei Krämpfen der Massetermuskeln; über den ganzen Körper, eine halbe Stunde anhaltend.
Hitze: von 4 bis 5 Uhr nachmittags, mit Schweiß; brennend in den Gliedern, meist in den Händen, jeden Abend; ängstlich, als würde Schweiß ausbrechen.
Schweiß: riecht schimmlig, modrig; entkräftend, nachts und morgens, am reichlichsten am Hals; entkräftend schon von der geringsten Bewegung; reichlich, jeden Morgen nach 4 Uhr; morgens, meist an Hals, Nacken und Stirn.
Schweiß hauptsächlich an Stirn und Nacken, morgens nach 4 Uhr.
Hektisches Fieber.
Wurmfieber bei einem sehr erregbaren und unruhigen Knaben; Schmerz im Magen; lag im Schlaf auf dem Bauch.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Allmählich zunehmend und abnehmend: Kopfschmerz über den Augen; krampfartiger, zermalmender Schmerz im Kopf; mahlende oder drückende Schmerzen; Neuralgie des Kopfes; Neuralgie im linken Auge; Kolik und Schmerz in der Milzgegend; Asthmaanfälle; Schmerz in der linken Brust; Schwäche in der Brust; krampfartiger Schmerz in der Lebergegend; Schmerzen in den Gliedern.
Abwechselnd: Frösteln und Hitzewallungen.
Jeden Morgen: Kopfschmerz; reichlicher Schweiß um 4 Uhr.
Mehrere Morgen hintereinander: Schwäche von Körper und Gliedern.
Um 5 Uhr morgens: regelmäßig durch Kopfschmerz geweckt.
Täglich: Anfälle von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags.
Jeden Abend: Hitze in den Gliedern.
Eine halbe Stunde: Frost dauert an.
Von 4 bis 5 Uhr nachmittags: Hitze.
Sechs Stunden lang: Kolik oder windende Schmerzen in der Milzgegend.
Alle vierundzwanzig Stunden: wirft etwa ein Quart aus.
Vier Tage lang: Schmerz in den oberen Schneidezähnen, allmählich zunehmend und abnehmend.
Mehrere Tage nach einem Schrecken: Schwäche in der Brust.
Jeden Montag: Verstopfung.
Jeden Dienstag: Ptosis infolge sympathischer Lähmung.
Jeden Samstagmorgen: erwacht mit Übelkeit und Würgen.
Neun oder zehn Wochen lang: Auswurf fehlt, dann kehrt er zurück und dauert fünf oder sechs Wochen.
Jeden Februar: Husten kehrte zurück.
Ein Jahr und drei Monate lang: asthmatische Anfälle.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts: Reißen in der Stirnhälfte; drückender Schmerz im inneren Augenwinkel; Schwere und Schwäche des Arms; Krampf der Hand.
Links: Druck in der Schläfe; Rucke durch die Schläfe; Kopfschmerz < über dem Auge; dumpf schmerzender Schmerz über dem Auge und in der Schläfe; Neuralgie im linken Auge; Druck im inneren Augenwinkel; pustulöse Schwellung im inneren Augenwinkel; Klingeln im Ohr; bohrende Stiche im Hypochondrium; Stiche in der Brustseite beim Liegen auf der Seite; Ziehen unter der Brust; lähmender Schmerz im Arm, von dort in die Brustseite; heftiger Schmerz an einem Punkt der Brust.
Von innen nach außen: Druck in der Stirn.
EMPFINDUNGEN [43]
Als seien alle Gegenstände zu weit entfernt; als sei die Stirn zerschlagen; als würde die Stirn nach innen gedrückt; Schmerz wie von einem Geschwür im Unterbauch; als sei ein Loch in seiner Seite; als sei keine Empfindung in der Harnblase; Brust wie ausgeweidet; epigastrische Gegend wie zerschlagen; Kitzeln wie von Wundheit in der Luftröhre; Neigung zum Räuspern, als sei Schleim in der Brust; als wäre sie innerlich verengt; als sei die Brust ihres Inhalts beraubt; als würde sie ohnmächtig; als seien die Glieder zerschlagen; wie eine schwere Last im betroffenen Arm und in der Brustseite; als würde Schweiß ausbrechen.
Schmerz: in der Stirngegend; in den oberen Schneidezähnen; im Kehlkopf; in allen Gliedern; im Bauch und im Zwerchfell; im Magen.
Heftiger Schmerz: an einem Punkt der linken Brust.
Furchtbare Schmerzen: im Kopf.
Scharfe ruckartige Schmerzen: über der Augenhöhle.
Hämmernder Schmerz: von der Stirn bis zum Scheitel.
Pochender Schmerz: in den Schläfen.
Schneidender Schmerz: in Stirn und Augen; im Hals; um den Nabel; im Anus.
Drückend-reißender Schmerz: in der Stirn; in der rechten Stirnhälfte.
Bohrender Schmerz: in Stirn und Augen.
Zermalmender Schmerz: in den Schläfen.
Stiche: von beiden Seiten durch die Hüften; in der Luftröhre; in der Brust; in der linken Brustseite; im Rücken; im Kreuz und in die Glieder hinein.
Brennende Stiche: in den Augenlidern.
Bohrende Stiche: im linken Hypochondrium.
Scharfe, messerartige Stiche: in der linken Brustseite; von der Brust in das Schlüsselbein.
Stechende Schmerzen: im Kopf.
Schmerz wie geprellt: in der Brust.
Nagender Schmerz: in der Mitte des Brustbeins sitzend.
Windende Schmerzen: in der Milzgegend.
Kneifender Schmerz: im Bauch.
Mahlender Schmerz: in Stirn und Augen.
Krallender, knetender Schmerz: um den Nabel.
Wühlen: im Bauch.
Starker drückender Schmerz: Stirn und beide Augen.
Drückender Schmerz: im rechten inneren Augenwinkel.
Betäubender Schmerz: im Gehirn; über den Augen.
Dumpfer lähmender Schmerz: im linken Arm.
Neuralgischer Schmerz: im linken Auge; des Gesichts und Kopfes; von den Schläfen zum Unterkiefer und zu den Lippen.
Glühender Schmerz: von der Stirn bis zum Scheitel.
Dumpf schmerzender Schmerz: im Gehirn; über dem linken Auge; in der linken Schläfe; im Hals; in den Deltoiden.
Ziehender Schmerz: an verschiedenen Stellen; im Gesicht, im Jochbein und in den Augenhöhlen; unter der linken Brust.
Schmerzhafte Rucke: durch linke Schläfe und Kleinhirn.
Wunder Schmerz: in der Brust.
Prellungsartiger Schmerz: in der Gegend des Jochbeins.
Beißen: in den Augen.
Stechen: im Hals; in der Lebergegend.
Wundheit: in den Nasenlöchern; im Hals; des Magens; im Bauch; in der Brust.
Brennen: in der Stirn; in der Lebergegend; der Hände und Füße; der Handflächen; der Füße.
Hitze: im Kopf.
Kratzen: im Hals.
Wundsein: im Hals; im Kehlkopf.
Druck: schwindelig, durch den Kopf; in der Stirn; in der linken Schläfe; im linken inneren Augenwinkel; in der Magengrube; im Magen.
Plötzlicher Druck: im ganzen oberen Teil des Kopfes.
Zusammenziehung: im oberen Teil des Kopfes; der Brust.
Spannung: über dem oberen Teil der Brust; in den Kniekehlen.
Schwere: im Kopf; in den Nasengängen; in der Brust; von Händen und Füßen; der Arme; in Schenkeln und Kniegelenken; der Glieder.
Bedrückende Beklemmung: im oberen Teil der Brust.
Schwäche: in der Brust; von Körper und Gliedern; im Nacken; der Arme; im Kehlkopf und in der Brust.
Verstopfungsgefühl: in den Nasengängen.
Leeregefühl: im Epigastrium.
Vergehensgefühl: in der Brust; im Epigastrium; in der Magengrube.
Trockenheit: im Hals; in der Luftröhre.
Angenehme Leichtigkeit: durch tiefes Atemholen.
Unerträgliche Unruhe: aller Glieder.
Fülle: im Bauch.
Juckendes Kitzeln: in der Brust.
Kälte: der Hände und Füße.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Jochbein schmerzhaft; Magen wund; schon leichte verursacht das Gefühl subkutaner Ulzeration; Wundheit des Bauches <; Schmerz durch die Hüften <.
Druck: Kopfschmerz > eine Zeitlang; Cardialgie; Schmerzen gehen bis zum Nabel und sind > durch harten Druck; Epigastrium >; auf den Magen >; Bluterbrechen >; hart >, Kolik; Stiche im Bauch <.
Muß das Kleid lockern: Schwäche in der Brust.
Über etwas Hartem liegen: Bauch fühlt sich wohler.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Kind, 4 Monate alt; Hernie.
Mädchen, 15 Jahre alt; Phthisis.
Mädchen, 18 Jahre alt, schwach, schlecht genährt, seit zehn Wochen leidend; Husten.
Mädchen, 18 Jahre alt, von bemerkenswerter Schönheit, in früher Kindheit etwas skrofulös, Temperament lebhaft und heiter, nach heftigem Schock; Neuralgie.
Fräulein W. P., 18 Jahre alt, rundlich, gesund, aktiv; Solarneuralgie.
Herr M. E., 22 Jahre alt, widerstandsfähig, aktiv, muskulär, an Bewegung im Freien gewöhnt; Solarneuralgie.
Mann, 25 Jahre alt, vor dreizehn Jahren von einem Pferd in die Milzgegend getreten, seitdem leidend; Kolik.
Mann, 25 Jahre alt, eben vom Typhus genesen, nach einer Erkältung; Kehlkopfleiden.
Mann, 27 Jahre alt; Husten.
Dame, 30 Jahre alt, gute Konstitution, etwas herabgebracht durch die erschöpfende, für St. Petersburg eigentümliche Lebensweise und durch häusliche Sorgen; Kopfschmerz.
Mann, 30 Jahre alt, Flaschenmacher; Kopfschmerz.
Mann, 30 Jahre alt, hatte seit mehreren Jahren Husten; Phthisis.
Mann, 32 Jahre alt, seit zwei Jahren krank; Phthisis.
Frau, 36 Jahre alt, ledig, hatte vor fünf Monaten schweren Brustkatarrh; Phthisis.
Frau, 36 Jahre alt, hatte seit mehreren Jahren Husten im Frühling und Herbst; Phthisis.
Mann, 36 Jahre alt; Phthisis.
Frau ---, 37 Jahre alt, schlank, brünett, seit vielen Jahren leidend; Asthma.
Mann, 37 Jahre alt, seit zwei Jahren krank: Phthisis.
Herr E. J., 38 Jahre alt, fleischig, kräftig, plethorisch; Solarneuralgie.
Frau ---, 39 Jahre alt, im vierten Monat schwanger; Schwangerschaftsbeschwerden.
Mann, 40 Jahre alt, seit fünfzehn Monaten leidend; Asthma.
Frau, 40 Jahre alt, Wärterin, seit mehreren Wochen leidend; Kopfschmerz.
Frau W. S., 42 Jahre alt, durch andere Krankheiten etwas heruntergebracht, seit vielen Tagen leidend; Solarneuralgie.
Mann, 45 Jahre alt, großer Körperbau, sechs Fuß groß; Solarneuralgie.
Mann, 50 Jahre alt, großgewachsen, mager; Phthisis.
Mann, 50 Jahre alt, kräftig, nach heftigem Schrecken; Neuralgie.
Dame, 50 Jahre alt, früher immer gesund, leidet seit dem Klimakterium an vermeintlichem Leberleiden; Interkostalneuralgie.
Frau, 53 Jahre alt, ledig, schwach, reizbar, nach der Grippe; Phthisis.
Mann, 54 Jahre alt, hatte Krätze; infolge vielen Kratzens wurde der Fuß ulzeriert, fünf Jahre lang heroisch behandelt, und die Konstitution wurde schließlich völlig ruiniert; hatte viele Verdauungsstörungen, Gelbsucht, Dyspnoe usw.; Kehlkopfleiden, Phthisis simulierend.
Frau, 59 Jahre alt, hatte vor mehreren Jahren Pneumonie, seitdem leidend; Brustleiden.
Frau, ziemlich korpulent, sanguinisch-galliges Temperament, verlor einige Monate zuvor ihren Gatten, nachdem ein skrofulöser Tumor am Hals durch Jod zur Auflösung gebracht worden war; Phthisis.
BEZIEHUNGEN [48]
Antidotiert durch: Pulsat.
Verträglich: nach Caustic., Cina.
Komplementär: Pulsat.