Chininum Sulphuricum. (Chininum Sulfuricum.)
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Sulphat von Quinin oder Chinin. C 20 H 24 N 2 O 2 , H 2 SO 7 + 7H 2 O.
Eine der frühesten Arzneimittelprüfungen war die von A. Noack im Jahre 1839, Journal für Arzneimittellehre, Bd. ii, S. 379; derselbe prüfte auch Cinchoninum sulfuricum im Jahre 1842, Hygea, Bd. xvi. Weitere Prüfungen siehe Encyclopædia, Bd. iii.
Die verderblichen und gefährlichen Wirkungen roher, in Übermaß gegebener Dosen dieses Mittels sind zu wohlbekannt, als daß sie erwähnt werden müßten. Wenn es angezeigt ist, wie dieses Mittel es oft in den schlimmsten Formen des Wechselfiebers ist, so findet sich mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit im Gebrauch der Potenzen, selbst der höheren, die rasch und gut wirken, als im Gebrauch massiver Dosen. Mit den Worten von Dr. H. C. Allen, dem Verfasser der Therapeutics of Intermittent Fever, die sich in den Händen jedes homöopathischen Praktikers befinden sollte: "Es besteht ein weiter Unterschied zwischen dem Unterdrücken und dem Heilen eines Fieberparoxysmus oder irgendeiner anderen Krankheit; der Homöopath kann und soll heilen, nicht den Frostanfall 'abbrechen', die Krankheit 'unterdrücken' oder 'verdecken'."
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Intermittierende Cephalalgie, Frank, Bd. 2; periodische suborbitale Neuralgie, Escallier, N. A. J. H., Bd. 13, S. 385; periodische supraorbitale Neuralgie, R. Hughes, B. J. H., Bd. 26, S. 131; intermittierende supraorbitale Neuralgie, Frank, Bd. 3; intermittierende Ophthalmie, 3 Fälle, Frank, Bd. 1 und 3; Augen- und Ohrsymptome, Scarlatina, E. W. Berridge, A. J. H. M. M., Bd. 4, S. 90-95; Tinnitus, Winslow, H. M., S. 121; intermittierende Prosopalgie, 2 Fälle, Frank, Bd. 1; [Derselbe Verfasser erwähnt dreizehn Cholerafälle und gibt eine sorgfältige Symptomanalyse, die jedoch mit Chin. sulph. in Verbindung mit Opium behandelt wurden; diese Zubereitung wurde auch in zwei Epidemien erfolgreich prophylaktisch angewandt. Diese Fälle sind wegen der zusammengesetzten Verordnung nicht in unsere Anordnung aufgenommen. Dr. Ægidi, ein alter deutscher Praktiker, sagt: "Für das Vorläuferstadium der Cholera gab ich Chin. sulph., 0,01 bis 0,06, jeden Abend eine Dosis acht Tage lang. Keine der so Behandelten wurde von Cholera befallen. Sollte ich je eine weitere Choleraepidemie erleben, würde ich Chin. sulph. und ozonisiertes Wasser geben."] Milzvergrößerung, 3 Fälle, Frank, Bd. 4; intermittierende Kolik, Elb, Rückert's Klinische Erfahrungen, Bd. 5, S. 364; intermittierende Diarrhö, Rückert, K. E., Bd. 5, S. 410; intermittierende Uterusneuralgie, Frank, Bd. 4; Menorrhagie mit Kopfschmerz, Frank, Bd. 2; Puerperalkrämpfe, Arnold, Rück. K. E., Bd. 5, S. 660; intermittierende Lungenblutung, Frank, Bd. 1; Interkostalneuralgie während der Rekonvaleszenz nach Typhus, Kafka, Hirsch, Zeitschrift, 1, 123; periodische zervikale Neuralgie, Escallier, N. A. J. H., Bd. 13, S. 387; Ischiasneuralgie, Escallier, N. A. J. H., Bd. 13, S. 387; akuter Gelenkrheumatismus, Escallier, Hom. Rev., Bd. 4; akuter Rheumatismus, Frank, Bd. 4, S. 103; spinale Reizung, Schleicher, Rück K. E., Bd. 5, S. 868; Epilepsie, Frank, Bd. 1; intermittierende Apoplexie, Frank, Bd. 2; , 2 Fälle, Frank, Bd. 1; , B. J. H., Bd. 23, S. 104; , 11 Fälle, Rück. K. E., Bd. 4, S. 895; C. H. von Tagen, A. J. H. M. E., Bd. 4, S. 123; 2 Fälle, Watzke, Oestr. Zeit. für Hom., Bd. 2; H. V. Miller, Allen's Therapeutics of Intermittents; J. W. Routh, 3 Fälle, Med. Inv., Bd. 10, S. 28; Escallier und Jeans, B. J. H., Bd. 32, S. 723; W. H. Holcombe, U. S. Med. & Surg. Journ., 1872; Lembke, N. A. J. H., Bd. 4, S. 277; , Anon., Med. Ind., Bd. 7, S. 296; , Frank, Bd. 3; , Frank, Bd. 4; , Frank, Bd. 3.
GEIST [1]
Gleichgültigkeit, stumpfer Ausdruck, leerer Blick, beantwortet Fragen ungern. θ Typhus.
Große psychische Niedergeschlagenheit. θ Variola.
Verzagtheit.
Halbbewußtsein, sie ist gegen Schmerz teilweise unempfindlich. θ Spinale Reizung.
Bewußtlosigkeit. θ Puerperalkrämpfe.
Bewußtlosigkeit, mit rotem Gesicht, tiefer und geräuschvoller Atmung, Puls voll und sehr langsam, jeden zweiten Tag zur gleichen Stunde wiederkehrend. θ Intermittierende Apoplexie.
Abnahme der Vorstellungskraft mit Unfähigkeit, stehenzubleiben.
Angst, Niedergeschlagenheit, Verdrossenheit, Verzagtheit, Trägheit, Mattigkeit und Abneigung gegen jede Art von Arbeit. θ Cholera.
Wiederkehr des Gefühls eines drohenden Übels.
Qual und allgemeiner Schweiß.
Lautes Schluchzen und Weinen. θ Spinale Reizung.
Die ganze Nacht Delirium, während er ruhig auf dem Rücken liegt. θ Typhus.
Delirium wie bei Intoxikation, mit Summen in den Ohren.
Wütendes Delirium, mit Schreien und Herausspringen aus dem Bett.
Wütendes Delirium nachts, mit großer Unruhe, gefolgt von Stupor am Morgen.
Delirium während der Hitze.
SENSORIUM [2]
Apathie, mit stumpfem Gesichtsausdruck. θ Typhus.
Kopf schwer und schwindelig, er möchte sich hinlegen. θ Periodische zervikale Neuralgie.
Schwindel und Gefühl von Vergrößerung des Kopfes.
Wirbeln im Kopf wie ein Mühlrad.
Schwindel, mit Sausen in den Ohren, erschwerter Atmung und Magenschwäche.
INNERER KOPF [3]
Schmerz in Schläfe und Stirn um Mittag, allmählich zunehmend, bis die Schläfenarterien deutlich pulsieren, mit Hitze im Kopf, Kribbeln in den Ohren, Durst, reichlicher Miktion, Angst und großer Schwäche.
Frontaler Kopfschmerz dort, wo das Stirnbein gegen den Scheitel zu verläuft, ein erschütternder Schmerz; sie spürt jeden Schritt; beginnt gegen Mittag mit Frost.
Klopfen im Scheitel. θ Scarlatina.
Heftiger Kopfschmerz, besonders auf der linken Seite, mit Pulsieren der Schläfenarterien.
Schweregefühl im Kopf wie von einer Erkältung. θ Cholera.
Dumpfer Kopfschmerz, mit Schwäche oder mit Taubheitsgefühl.
Intermittierende Neuralgie zu regelmäßigen Stunden.
Intermittierender Kopfschmerz, heftiges Pochen, mit Schwindel und Hitze im Gesicht, unwillkürlichem Schließen der Augenlider aus bloßer Erschöpfung.
Kopfschmerz mit Übelkeit, Frösteln, kalten Füßen, großer Erschöpfung. θ Menorrhagie.
Heftige Anfälle linksseitiger Hemikranie, abends auftretend.
Kopfschmerz; der Schmerz ist nicht schwer, aber Tag für Tag und Woche für Woche ist das Gehirn ein fortgesetztes dumpfes Wehtun.
ÄUSSERER KOPF [4]
Empfindlichkeit und Spannungsgefühl der Kopfhaut sowie Wundheit der Haarwurzeln.
Ausdehnung der Venen um Kopf und Hals. θ Puerperalkrämpfe.
SEHEN UND AUGEN [5]
Helle Lichter und Funken vor den Augen.
Schwarzer Fleck von der Größe eines Stecknadelkopfes, etwa achtzehn Zoll vor dem r. Auge, und sich mit dem Auge bewegend, während einiger Wochen.
Verschwommensehen wie durch ein Netz vor den Augen und einmal wie durch einen dunklen Nebel. θ Typhus.
Blindheit; Amblyopie; Amaurose.
Kann Gegenstände nur sehen, wenn er sie seitwärts betrachtet.
Große Lichtempfindlichkeit des Auges, mit Tränenfluß im vollen Lichtglanz.
Papille und Retina beide sehr anämisch.
Augen starr und glanzlos. θ Spinale Reizung.
Augen glanzlos und unruhig.
Erweiterung der Pupillen.
Täglich auftretende supraorbitale Neuralgie.
Neuralgische Stiche in den Supra- und Infraorbitalnerven, im allgemeinen periodischen Charakters.
Intermittierender Strabismus; das Kind schielte einen Tag und war am nächsten völlig wohl.
Bindehaut injiziert, Lider rot und geschwollen, Pupillen verengt, Tränenfluß, äußerste Lichtscheu, Reißen in der Orbita und Kopfschmerz, mit Durst und Fieber; alles jeden zweiten Tag auftretend.
Um 12 Uhr täglich heftige Anfälle von Schmerz in und um das linke Auge, Bindehaut entzündet, Lichtscheu, Pupille verengt, Tränenfluß; Druck > Schmerz; die Verschlimmerung dauert bis 8 Uhr abends.
Plötzlicher Anfall heftigen Schmerzes über dem linken Auge um 8 Uhr abends, vier Tage nacheinander, begleitet von leichtem Delir, muskulärem Zucken und übermäßiger Empfindlichkeit gegen Licht und Geräusch.
Heftiger stechender, pochender Schmerz im linken Auge, sich auf Stirn und Schläfe erstreckend, mit Lichtscheu, Tränenfluß und entzündeter Bindehaut, täglich um 1 Uhr nachmittags beginnend und bis 7 Uhr anhaltend, gefolgt von Schweiß. θ Intermittierend.
Einschießender Schmerz unter dem rechten Auge, beginnt um 7 Uhr morgens, dauert bis nach 3 Uhr nachmittags, wenn er verschwindet und eine Empfindung im Schädel zurückläßt, als falle Wasser herab.
Eigentümliche Trockenheit der Augen.
Die Augen schließen sich vor Müdigkeit.
GEHÖR UND OHREN [6]
Heftiges Klingeln in den Ohren während eines Frostes.
Klingeln in den Ohren, besonders links bemerkt, selten rechts.
Klingeln wie von Glocken. θ Spinale Reizung.
Summen in den Ohren. θ Typhus.
Taubheit nach Gehirnerschütterung, besonders der Gegend des Hörnerven.
Schwerhörigkeit, mit heftigem Kopfschmerz.
Kribbeln in den Ohren, fortwährend oder nur während des Kopfschmerzes, mit Schwindel beim Bücken.
(Bei Kranken:) Tinnitus, mit Gefäßinjektion längs des Hammergriffs, mit Fülle im Kopf und Schwindel.
GERUCH UND NASE [7]
Häufiges Nasenbluten.
Heftiges Nasenbluten junger Personen.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Dumpfer und stumpfer Ausdruck, mit gerötetem Gesicht.
Während des Schreibens plötzliches dumpfes Schmerzgefühl über dem linken Jochbein, auch an der Schläfenleiste.
Dumpf schmerzendes Gefühl um das linke Jochbein am Abend.
Hitze im Gesicht, mit Rötung der Augen und Ohren.
Gesicht blaß und leidend, Lippen und Nägel blau.
Sehr bleiches, ängstliches Gesicht. θ Spinale Reizung.
Blässe des Gesichts, heftiger Durst, Übelkeit, Schwäche der Füße mit Schwerhörigkeit beim Gehen und gelegentlichem Schweiß über den ganzen Körper.
Ikterischer Farbton des Gesichts und der Bindehaut. θ Intermittierend.
Gesicht abgemagert, stumpf. θ Typhus.
Anfälle von Prosopalgie, auftretend um 10 Uhr vormittags, 3 Uhr nachmittags und 10 Uhr abends.
Rechtsseitige Prosopalgie täglich von 7 Uhr morgens bis Mittag, begleitet von Fieber und Tränenfluß des rechten Auges; die leidenden Teile werden feucht.
Gesichtsneuralgie, morgendliche Periodizität; die Schmerzen beginnen gewöhnlich auf der linken Seite, zuweilen aber rechts und gelegentlich auf beiden; die Anfälle beginnen jeden Morgen und dauern von 7 bis 12 Uhr; die Schmerzen sind einschießend, beginnen unter dem Auge und erstrecken sich bald in das Auge und um dasselbe herum, verursachen beträchtlichen Tränenfluß; Schmerzen > durch Druck.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Schwellung der Submaxillargegend. θ Variola.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Zunge schlaff, in der Mitte weiß oder gelb belegt, am Rand blaß.
Bitterer Geschmack bei sauberer Zunge.
Zunge und Mund trocken; bitterer Geschmack. θ Typhus.
Unfähigkeit, Namen auszusprechen, und Langsamkeit der Auffassung.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Durst während des Frostes und der Apyrexie.
Übermäßiger Durst, mit Trockenheit von Mund und Rachenenge, kurz vor und während des Hitzestadiums.
Echter Durst meist nur während des Schweißes.
Äußerste Widerwilligkeit gegen jede Nahrung.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Nach dem Essen Beklemmung, Übelkeit und Schläfrigkeitsneigung.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Übelkeit und Widerwille gegen Nahrung. θ Cholera.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Druck in der Magengrube hinauf in den Hals und Druck im Magen, < nach Trinken von Wasser. θ Cholera.
Nach dem Essen Druck im Magen, gefolgt von Schneiden in der oberen und mittleren Bauchregion.
Schon die geringste Nahrung verursacht Druck im Magen und eine Rückkehr der gewöhnlichen Symptome.
Schmerz im Epigastrium, < durch Druck.
Schwellung und Empfindlichkeit des Epigastriums.
Dyspepsie oder Cardialgie, mit Übelkeit, Widerwillen gegen Nahrung, bitterem Aufstoßen, bitterem Geschmack im Mund, Erbrechen von Galle, Beklemmung des Magens, Sodbrennen oder Brennen im Magen und Ösophagus sowie Gefühl von Einschnürung und ziehender Empfindung im Magen.
Schwere Cardialgie.
HYPOCHONDRIEN [18]
Schmerz in der Leberregion, kurz vor dem Schlafengehen.
Starker Schmerz im linken Hypochondrium, mit schüttelndem Frost.
Schmerz in der Leber- und Milzregion beim Bücken, tiefen Einatmen oder Husten. θ Intermittierend.
Schmerzhafte Vergrößerung der Milz nach Wechselfieber.
Milzvergrößerung mit Wassersucht.
BAUCH UND LENDEN [19]
Schmerz im Darm, besonders nach dem Essen. θ Cholera.
Kolikartiges Zwicken und Reißen im Bauch, sich bis in die Brust erstreckend, mit Drängen gegen die Leiste während der Menstruation. θ Dysmenorrhö.
Blähungskolik vom intermittierenden Typus.
Bauch aufgetrieben. θ Typhus. θ Variola.
Viszerale Obstruktionen, besonders Anschoppung von Milz und Leber.
Blinddarmgegend aufgetrieben, Gurren bei Druck. θ Typhus.
Erschlaffter Zustand der Verdauungsorgane alter Leute in der Form von Dyspepsie.
STUHL UND REKTUM [20]
Nächtliche Diarrhö.
Diarrhö; Stühle wäßrig, schleimig, dunkel oder sogar schwärzlich, von übelriechendem Geruch.
Verstopfung oder weiche Stühle, gefolgt von Schwäche.
Unwillkürliche diarrhoische Stühle. θ Typhus.
Stuhl hart, wie Schafkot.
HARNORGANE [21]
Brennen in der Harnröhre während des Wasserlassens.
Der Harn wird bald trüb, mit schleimigen Flocken und einem lehmfarbenen, fettigen Sediment.
Harn fettig und setzt ein strohgelbes, ziegelstaubartiges Sediment ab.
Unwillkürliches Wasserlassen. θ Typhus.
Diabetes.
Albuminurie. θ Puerperalkrämpfe.
Phosphate vermehrt.
Harn reich an Lithaten. θ Supraorbitale Neuralgie.
Hämaturie.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Menstruation zu früh und zu reichlich.
Heftige Gebärmutterkontraktionen, ausreichend, um Abort herbeizuführen.
Reichliche Menstruation, gefolgt von Kopfschmerz, mit Übelkeit, Frösteln, kalten Füßen und Erschöpfung.
Passive Metrorrhagien, mit verminderter Reizbarkeit.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Zwei Wochen nach der Entbindung infolge von Schreck heftige Uterusneuralgie, jeden Nachmittag zur gleichen Stunde wiederkehrend, begleitet von Dyspnoe, kleinem Puls und klammem Schweiß an den Extremitäten; Uterusgegend berührungsempfindlich.
Die Wehen erscheinen wie tonische Krämpfe und sind begleitet von konvulsivischen Zuckungen, Bewußtlosigkeit nach der Entbindung, tetanischen Krämpfen, in den Zwischenzeiten krampfhafter Tätigkeit der Muskeln des Gesichts, der Augen usw.; Bewußtlosigkeit, behinderter Atmung, aufgetriebenen Venen an Kopf und Hals, schwachem, schnellem und intermittierendem Puls und Albuminurie.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Intermittierende Aphonie.
Mehr oder weniger vollständiger Verlust der Stimme gegen 4 Uhr nachmittags; vorangegangen sind Durst, Husten, Einschnürung des Halses, Kopfschmerz oder Neuralgie; Hitze im Kopf und häufiger Puls.
ATMUNG [26]
Kann vor Schwäche kaum atmen. θ Intermittierend.
Atmungen 28. θ Variola.
Behinderte Atmung. θ Puerperalkrämpfe.
Schmerzhafter Druck- und Lastsinn auf der Brust. θ Spinale Reizung.
Angst und Dyspnoe mit Interkostalschmerz. θ Typhus.
Atmung sehr beschleunigt, abnormes Heben und Senken des Thorax. θ Spinale Reizung.
Atmung langsam und unregelmäßig.
HUSTEN [27]
Beschwerlicher, feuchter Husten. θ Variola.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Beklemmung der Brust.
Stiche in der linken Seite unterhalb der kurzen Rippen.
Einschießende Schmerzen in der rechten Brusthälfte, gegen die Schulter ziehend, hemmen die Atmung, > durch Vorbeugen des Rumpfes.
Rasseln von Schleim durch die ganze rechte Brustseite. θ Typhus.
Blutung aus den Lungen; mit Diarrhö, Fieber, kaltem Schweiß und Erschöpfung.
Schmerz in der Brust während des Frostes.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Schwacher, schneller und intermittierender Puls. θ Puerperalkrämpfe.
Puls 100, sehr klein, Herzschlag nicht wahrnehmbar, Töne kaum hörbar. θ Spinale Reizung.
Puls 120. θ Variola.
Herzklopfen von wenig Bewegung.
Angina pectoris mit Marasmus.
Puls: beschleunigt; groß; voll während Frost und Hitze, schwach und zitternd am Ende des Paroxysmus, fünfzig bis sechzig pro Minute; langsam, besonders nach dem Essen; voll oder klein, aber schwach und langsam; häufig während der Hitze.
ÄUSSERE BRUST [30]
Stechender, reißender Schmerz im Interkostalraum zwischen der achten und neunten Rippe rechts, sich von der Wirbelsäule zum Brustbein erstreckend, druckempfindlich, < von 4 bis 7 Uhr nachmittags, verursacht Angst und Dyspnoe. θ Typhus.
HALS UND RÜCKEN [31]
Jeden Tag gegen 4 Uhr nachmittags heftiger Schmerz in den seitlichen Halsmuskeln, die ihm geschwollen und kontrahiert erscheinen; sein Kopf ist schwindelig und schwer, und er möchte sich hinlegen. θ Periodische zervikale Neuralgie.
Empfindlichkeit des letzten Hals- und ersten Brustwirbels auf Druck.
Wirbelsäule in allen Stadien des Fieberparoxysmus auf Druck schmerzhaft.
Die drei oberen Brustwirbel sind empfindlich und schmerzhaft bei Berührung; Druck verursacht Dyspnoe. θ Spinale Reizung.
Periodischer Rückenschmerz, gegen Mitternacht wiederkehrend und in den Kopf ausstrahlend. θ Spinale Reizung.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Rheumatismus der rechten Schulter.
Hände kalt und kalter Schweiß.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Ischiasneuralgie rechtsseitig, seit vielen Wochen bestehend.
Akuter rheumatischer Schmerz im linken Sprunggelenk nach Erkältung, begleitet von Fieber und reichlichem Schweiß.
Lähmung der unteren Extremitäten, unwillkürliche Stühle und unwillkürliches Wasserlassen, jeden zweiten Tag während einer Fieberepidemie auftretend.
Lähmung der unteren Extremitäten, zuerst um 6 Uhr nachmittags auftretend, dann jeden Tag eine halbe Stunde früher, mit Kopfschmerz, Frost, Hitze und Schweiß.
Schneidende Schmerzen in den Füßen während des Frostes, Knöchel geschwollen.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Schweregefühl und dumpf schmerzendes Gefühl in allen Gliedmaßen und besonders in den Gelenken. θ Cholera.
Steifigkeit fast aller Gelenke, rechtes Handgelenk und Kniegelenk sehr schmerzhaft und stark geschwollen. θ Akuter Rheumatismus.
Akuter Gelenkrheumatismus.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Möchte sich hinlegen. θ Periodische zervikale Neuralgie.
Auf dem Rücken liegend: die ganze Nacht Delirium.
Bücken: tiefes Einatmen oder Husten; Schmerz in der Leber- und Milzregion.
Vorbeugen des Rumpfes: > einschießende Schmerzen in der Brust.
Bücken: Schwindel.
Bewegung: erzeugt während des Fiebers Frösteln.
Beim Schreiben: plötzliches dumpfes Schmerzgefühl über dem linken Jochbein und an der Schläfenleiste.
Gehen: sie spürt jeden Schritt, bei frontalem Kopfschmerz; Schwerhörigkeit.
Anstrengung: schon die geringste erregt Schweiß.
Bewegung: Herzklopfen.
NERVEN [36]
Große Reizung des ganzen Körpers.
Äußerste Unruhe.
Große Empfindlichkeit gegen äußere Einflüsse; allgemeine Schwäche. θ Cholera.
Fühlt sich schwach und nervös; ein wenig Bewegung verursacht ihm Herzklopfen.
Mattigkeit und Unfähigkeit, seinen Pflichten nachzugehen; hat alle Lust an Sport und Bewegung verloren.
Schwäche infolge beträchtlicher Flüssigkeitsverluste; besonders nach schwächendem Blutverlust.
Allgemeine Schwäche, besonders der Füße.
Schwäche und Zittern in den Gliedmaßen und langsamer Puls.
Zittern der Extremitäten; die Willenskraft über sie schien sehr behindert.
Subsultus tendinum. θ Typhus.
Zucken oder klonischer Krampf in den Gliedmaßen. θ Spinale Reizung.
Epileptische Anfälle, alle sieben Tage wiederkehrend, von kurzer Dauer.
Tetanische Krämpfe mit Bewußtseinsverlust während der Geburt und danach; geschwollene Venen an Kopf und Hals; Puls häufig, intermittierend und schwach; Albuminurie.
Tetanische Konvulsionen; in den Zwischenzeiten Bewußtlosigkeit.
Zusammenbrechen auf der Straße.
Lähmung.
Intermittierende Neuralgie; die Schmerzen kehren mit großer Regelmäßigkeit zurück.
SCHLAF [37]
Schlaflosigkeit durch Überreizung des Nervensystems.
ZEIT [38]
Die ganze Nacht: Delirium; hohes Fieber.
Nachts: wütendes Delirium; Diarrhö.
Gegen Mitternacht: Rückenschmerz kehrt zurück.
Am Morgen: Stupor nach Delirium; Gesichtsneuralgie.
Um 8 Uhr morgens: Frost.
Um 10 Uhr vormittags: Anfälle von Prosopalgie.
Von 7 Uhr morgens bis Mittag: rechtsseitige Prosopalgie; Gesichtsneuralgie.
Gegen Mittag: frontaler Kopfschmerz, mit Frost.
Um Mittag: Schmerz in Schläfe und Stirn; heftige Neuralgie in und um das linke Auge; Frost.
Nachmittags: Uterusneuralgie.
Von 7 Uhr morgens bis nach 3 Uhr nachmittags: einschießender Schmerz unter dem rechten Auge.
Um 3 Uhr nachmittags: Prosopalgie; schüttelnder Frost.
Gegen 4 Uhr nachmittags: zervikale Neuralgie.
Um 4 Uhr nachmittags: Aphonie; Frost.
Von 4 bis 7 Uhr nachmittags: Interkostalneuralgie <.
Um 6 Uhr nachmittags: Lähmung der unteren Extremitäten.
Von 12 bis 8 Uhr nachmittags: Neuralgie um das linke Auge.
Von 1 bis 7 Uhr nachmittags: Stechen, Pochen im linken Auge.
Um 8 Uhr nachmittags: Schmerzanfall über dem linken Auge.
Um 10 Uhr nachmittags: Prosopalgie; dumpf; Fieber erreicht seinen Höhepunkt.
Von 6 Uhr nachmittags bis 4 Uhr morgens: Dauer des Fiebers.
Abends: Anfälle von Hemikranie; dumpf schmerzendes Gefühl unter dem Jochbein.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Hitze: bessert im Frost teilweise die Symptome.
FIEBER [40]
Paroxysmen, eingeleitet durch ein bloß vorübergehendes, zuweilen fast unmerkliches Fröstelgefühl, hauptsächlich über Schultern und Nacken, die Wirbelsäule auf und ab, nur einige Augenblicke dauernd, zu verschiedenen Zeiten des Tages auftretend.
Frost, regelmäßige Paroxysmen zur gleichen Stunde.
Ausgesprochener Schüttelfrost um 3 Uhr nachmittags.
Während des Frostes blaue Lippen und Nägel, Klingeln in den Ohren, bleiches Gesicht.
Inneres Frösteln.
Frösteln, besonders im Rücken, wechselnd mit Hitzewallungen. θ Cholera.
Frost jeden dritten Tag um 10 Uhr abends, mit heftigem Durst und Schmerz in der Brust, gefolgt von Hitze mit Kopfschmerz, danach reichlichem Schweiß; wenig Durst während Hitze und Schweiß.
Frost jeden dritten Tag um 10 Uhr vormittags, mit schneidenden Schmerzen in den Füßen und geschwollenen Knöcheln.
Quartana; Frost um 4 Uhr nachmittags; fröstelige und heiße Wallungen abwechselnd eine Stunde lang und damit ein hohes Fieber einleitend, das die ganze Nacht dauert, mit reichlichem Schweiß; während des Fiebers erzeugt Bewegung Frösteln; ständiges Brennen im Magen; Durst nur für einen Augenblick durch einen Schluck kalten Wassers gestillt; Lippen mit farblosen Bläschen bedeckt.
Quotidiana; Frost um 8 Uhr morgens; Frost, Fieber und Schweiß deutlich ausgeprägt, jedes etwa zwei Stunden dauernd; Durst nach großen Zügen kalten Wassers während des ganzen Paroxysmus; Übelkeit fortwährend und bis zum nächsten Frost anhaltend.
Wechselfieber, außerhalb der Anfälle keine Symptome außer einiger Mattigkeit; die Paroxysmen sind regelmäßig und nicht von sehr auffälligen Störungen irgendeines Organs begleitet.
Deutliche Kälte-, Hitze- und Schweißstadien und vollkommene Apyrexie.
Der Paroxysmus tritt jedesmal etwa zwei Stunden früher ein, Apyrexie klar.
Tertiana; Frost um 12 Uhr mittags; Frost wenig ausgeprägt, eine halbe Stunde dauernd, gefolgt von heftigem Fieber, zehn Stunden dauernd und in spärlichem Schweiß endend; beständiger Stirnkopfschmerz; starkes dumpfes Schmerzgefühl in den Gliedmaßen; die Hitze erleichtert teilweise alle Symptome, besonders das Frösteln.
Wechselfieber mit spinaler Reizung, Hals- und Brustwirbel sehr druckempfindlich, Schmerzen in Lenden, Schenkeln und unteren Gliedmaßen überhaupt, konvulsive Bewegungen und Zuckungen einzelner Muskeln, leichte Krämpfe, oft nur der Muskeln der linken Seite, Dyspnoe und Beklemmung der Brust, Geräusche in den Ohren mit Schwindel und geistiger Benommenheit.
Fieber setzt gegen 6 Uhr nachmittags ein und erreicht seinen Höhepunkt gegen 10 Uhr, dauert bis gegen 4 Uhr morgens, worauf gewöhnlich Schweiß folgt, mit großer Erschöpfung.
Fieber mit Fülle im Kopf, Klingeln in den Ohren, zusammen mit Schwerhörigkeit, Verschwommensehen, ikterischem Farbton des Gesichts und der Bindehaut. θ Wechselfieber.
Fieberhitze mit Delirium, Fülle des Kopfes, Klingeln in den Ohren und Schwerhörigkeit.
Starke Hitze über die ganze Haut, mit beschleunigtem Puls.
Große Hitze der Haut und Trockenheit von Mund und Rachenenge.
Heftige Hitze mit häufigem Gähnen und Niesen.
Die Hitze geht allmählich in Schweiß über, während völliger Ruhe.
Reichlicher Schweiß, besonders an Rücken und Hals, wenn er schläft.
Schweiß wird schon durch die geringste Anstrengung leicht hervorgerufen.
Schweiß erleichtert alle Symptome außer dem Kopfschmerz, der verstärkt wird.
Entkräftender Schweiß.
Typhus mit großer Erschöpfung, stumpfem Gesichtsausdruck, Kopfschmerz, Diarrhö, Nasenbluten, abwechselndem Frost und Fieber, Abneigung, sich zu bewegen.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Der Frost kommt um 10 oder 11 Uhr vormittags oder zwischen 3 und 10 Uhr abends.
Paroxysmen kehren jeden zweiten Tag zurück oder treten jeden Tag ein bis drei Stunden früher ein.
Die Stadien von Frost, Fieber und Schweiß sind deutlich ausgeprägt und voneinander getrennt.
Anfälle von Prosopalgie: um 10 Uhr vormittags, 3 Uhr nachmittags und 10 Uhr abends.
Jeden zweiten Tag: zur gleichen Stunde Bewußtlosigkeit; Konjunktivitis; Lähmung der unteren Extremitäten; Frost.
Alle sieben Tage: epileptische Anfälle.
Täglich: supraorbitale Neuralgie; Stechen; pochender Schmerz im linken Auge; Prosopalgie; Uterusneuralgie; zervikale Neuralgie; Lähmung der unteren Extremitäten.
Zu regelmäßigen Stunden: Neuralgie; Frost.
Periodisch: neuralgische Stiche in den Supra- und Infraorbitalnerven; Ophthalmie; Gesichtsneuralgie; Lungenblutung; Rückenschmerz; nervöse und kongestive Paroxysmen; Trismus; Paraplegie.
Intermittierend: Neuralgie; Kopfschmerz; Strabismus; Kolik; Uterusneuralgie; Puls.
Jedesmal etwa zwei Stunden früher: Fieberparoxysmus.
Jeden Tag eine halbe Stunde früher: Lähmung der unteren Extremitäten.
Vier Tage nacheinander: heftiger Schmerz über dem linken Auge um 8 Uhr abends.
Während einiger Wochen: schwarzer Fleck vor dem rechten Auge.
Seit vielen Wochen bestehend: Ischiasneuralgie.
Tag für Tag und Woche für Woche: fortgesetzter Kopfschmerz.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Links: Kopfschmerz und Pulsieren der Schläfenarterien; Hemikranie; Neuralgie um das Auge; Schmerz über dem Auge; Stechen und Pochen im Auge; Klingeln im Ohr; plötzliches dumpfes Schmerzgefühl über dem Jochbein; dumpf schmerzendes Gefühl um das Jochbein; Schmerz im Hypochondrium, mit Frost; Stiche unter den kurzen Rippen; akuter rheumatischer Schmerz im Sprunggelenk; Krampf in den Muskeln bei Fieber und Wechselfieber, mit spinaler Reizung.
Rechts: schwarzer Fleck vor dem Auge; einschießender Schmerz unter dem Auge; Klingeln im Ohr seltener als links; Prosopalgie mit Tränenfluß des Auges; einschießende Schmerzen in der Brusthälfte; stechender, reißender Schmerz im Interkostalraum zwischen der achten und neunten Rippe; Rheumatismus der Schulter; Ischiasneuralgie; Schmerz und Schwellung von Handgelenk und Kniegelenk.
EMPFINDUNGEN [43]
Inneres Krankheitsgefühl wie von einer kommenden Krankheit. θ Cholera.
Wie von herabfallendem Wasser im Schädel; als ob die seitlichen Halsmuskeln geschwollen und kontrahiert wären.
Schmerz: in Schläfe und Stirn; im Epigastrium; in der Leberregion; im linken Hypochondrium; im Darm; in der Brust während des Frostes; in den seitlichen Halsmuskeln; im rechten Handgelenk und Kniegelenk; im Rücken; in den unteren Extremitäten.
Heftige Schmerzen: über dem linken Auge.
Einschießend: unter dem rechten Auge; im Gesicht; in der rechten Brusthälfte gegen die Schulter.
Schneidend: im oberen und mittleren Bauch; in den Füßen während des Frostes.
Stiche: im linken Auge, in Stirn und Schläfe; in der linken Seite unter den kurzen Rippen.
Stechend: im Interkostalraum.
Reißend: im Kopf; in der Orbita; im Bauch; im Interkostalraum.
Neuralgie: im Kopf; in den Augen; um die Augen; im Gesicht; der Gebärmutter; ischiadisch, rechtsseitig.
Rheumatischer Schmerz: in der rechten Schulter; im linken Sprunggelenk.
Erschütternder Schmerz: in der Stirnregion.
Zwicken: im Bauch.
Brennen: im Magen; in der Harnröhre.
Wundheit: der Haarwurzeln.
Dumpf schmerzend: im Gehirn; über dem linken Jochbein und an der Schläfenleiste; um das linke Jochbein; in allen Gliedmaßen.
Pochend: Kopfschmerz; im linken Auge, in Stirn und Schläfe.
Klopfen: im Scheitel.
Steifigkeit: der Gelenke.
Druck: in der Magengrube hinauf in den Hals; im Magen; auf der Brust.
Einschnürung: im Magen; des Halses.
Spannung: der Kopfhaut.
Ziehende Empfindung: im Magen.
Schweregefühl: im Kopf; in allen Gliedmaßen.
Taubheitsgefühl: mit Kopfschmerz.
Kribbeln: in den Ohren.
Hitze: im Kopf; im Gesicht.
Trockenheit: der Augen; des Mundes und der Rachenenge.
GEWEBE [44]
"Schwäche der ganglionären Ernährungsfasern."
"Baut Nervengewebe auf und verhindert dessen Zerstörung." [Obs. "Bina und seine Schüler fanden, daß Chininum sulfuricum in Lösungen von eins zu zehntausend auf Infusorien, Vibrionen usw. tödlich wirkt, nicht aber auf Schimmelpilze und Salzwasseramöben; daß es die Gärung der Milchsäure und des Alkohols verhindert, nicht aber die diastatische Wirkung auf Stärke und auf die Verdauungssäfte; daß es die Bewegungen der weißen Blutkörperchen im Protoplasma aufhebt und so ihre Auswanderung bei Entzündungen verhindert; daß es die Harnstoffmengen vermindert und die Gewebsveränderung im tierischen Körper vermindert und verzögert."]
Phthisis intestinalis, Übelkeit, Würgen, Appetitlosigkeit, Auftreibung des Bauches, beständiger Druck in der Nabelgegend, Verstopfung, Abmagerung, hektisches Fieber und Delirium.
Wechselfieber bei kachektischen Personen durch Blutverlust oder durch fortgesetzte und lang anhaltende Erschöpfung.
Angina pectoris, wenn Marasmus ein hervorstehendes Symptom ist.
Fieber mit regelmäßigem Typus, vollständigen Intermissionen.
Periodisches Wiederkehren nervöser und kongestiver "Paroxysmen, Trismus, Paraplegie, Ophthalmie, Lungenblutung usw."
Verminderter Puls und verminderte treibende Kraft im Arteriensystem; schädigt die Muskelfasern.
Fieber, kompliziert mit Magenbeschwerden und Trägheit des Darms.
Erethismus des Kreislaufsystems.
Erschöpfung mit Hyperästhesie.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Große Empfindlichkeit gegen äußere Einflüsse. θ Cholera.
Druck: > Neuralgie um das linke Auge; > Gesichtsneuralgie; < Schmerz im Epigastrium; Interkostalraum empfindlich; letzter Hals- und erster Brustwirbel empfindlich; Brustwirbel schmerzhaft; Wirbelsäule schmerzhaft; auf Brustwirbel verursacht Dyspnoe.
Berührung: Uterusgegend empfindlich; dritter Brustwirbel schmerzhaft; drei obere Brustwirbel schmerzhaft und empfindlich; Haut empfindlich.
HAUT [46]
Entzündung der Haut.
Haut schlaff und berührungsempfindlich.
Abgestorbenheit und livide Rötung der Haut, mit Bildung einer gallertartigen Pseudomembran oder eines dünnen oberflächlichen Schorfes.
Urtikarieller Ausschlag über den Körper.
Roter Ausschlag über den ganzen Körper, mit starkem Stechen, gefolgt von Abschuppung.
Gangränöse und übelriechende Eiterungen.
Krebsige Geschwüre, dicke, livide, feuchte Kruste, die trocken und schwarz wird, mit roten, feuchten und schließlich gelblichen erweiterten Rändern.
Von Lorbacher bei Pest empfohlen.
Sudamina und rote Flecken bei Typhus.
Konfluierende Pocken, hämorrhagischer Ausschlag; Puls 120, Atmung 28, Bauch aufgetrieben, aber schmerzlos, Submaxillargegend geschwollen, feuchter, lästiger Husten, große psychische Niedergeschlagenheit.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Kachektische Personen, durch Blutverlust geschwächt.
Paßt für schwächliche, floride, sanguinische und nervöse Konstitutionen.
Knabe, æt. 10; Milzvergrößerung.
Ein Knabe, æt. 13; epileptische Anfälle.
Ein Knabe, æt. 13; intermittierende Lähmung der unteren Gliedmaßen.
Knabe, æt. 15, sehr rasch wachsend und die mit der Pubertät verbundenen Veränderungen durchmachend; Mattigkeit.
Junger P., æt. 16, Juwelier; periodische zervikale Neuralgie.
Ein Jüngling, æt. 17; Milzvergrößerung.
Eine junge Dame, zu Hysterie geneigt.
Eine kräftige Brünette, æt. 23; spinale Reizung.
Frau, æt. 24, nervös-sanguinisches Temperament; Wechselfieber.
Mrs. A., æt. 25, blaue Augen, kastanienrotes Haar, heiteres Temperament; chronisches Wechselfieber.
Eine Frau, æt. 26; intermittierende Cephalalgie.
Eine Erstgebärende, æt. 28, lymphatisch, chlorotisch; Puerperalkrämpfe.
Eine Frau; intermittierende Paraplegie.
Eine Frau, zwei Wochen nach der Entbindung; intermittierende Uterusneuralgie.
Eine Frau, im ersten Schwangerschaftsmonat; epileptiforme Krämpfe.
Eine sehr empfindliche Dame, im siebten Schwangerschaftsmonat, zu Hysterie neigend; intermittierende Ophthalmie.
Eine schwächliche, hektische Frau, Mutter von vier Kindern, schwanger; Diarrhö, mit Nachtschweiß.
Plethorische Frau, æt. 30; intermittierende Apoplexie.
Ein junger Soldat von mittlerer Größe, guter Konstitution und sanguinischem Temperament; Typhus.
Ein Mann von plethorischer Beschaffenheit; intermittierende Prosopalgie.
Zwei Männer mit allgemeiner Wassersucht und vergrößerter Milz.
Mann, æt. 30, galliges Temperament; Wechselfieber.
J., æt. 30, Schreiber; suborbitale Neuralgie.
Eine Frau, æt. 31; im sechsten Schwangerschaftsmonat; Wechselfieber.
Ein Mann, æt. 34; akuter Rheumatismus.
Mr. B., Rechtsanwalt, æt. 36, hatte während der letzten zehn Jahre viele Anfälle von Wechselfieber, die durch schwefelsaures Chinin abgeschnitten worden waren; suborbitale Neuralgie.
Ein kräftiger Mann, æt. 36; intermittierende Ophthalmie.
Kräftiger Mann, æt. 40, cholerisches Temperament; intermittierende Ophthalmie.
Mann, æt. 42, blond, schwächliche Konstitution, zu Magenbeschwerden geneigt; Typhus.
Eine Frau, æt. 48; Menorrhagie, gefolgt von Kopfschmerz.
Eine Frau, æt. 48; Wechselfieber.
Eine Frau, æt. 50; intermittierende Prosopalgie.
Ein schwächlicher, kleiner, untersetzter Mann, æt. 50; intermittierende Lungenblutung und Diarrhö.
Mann, æt. 59, cholerisches Temperament, groß und stark; intermittierende Kolik.
Mann, æt. 60, nervös-galliges Temperament; Wechselfieber.
BEZIEHUNGEN [48]
Gegenmittel: Arnic., Arsen., Carb. veg., Ferrum, Hepar, Laches., Natr. mur., Pulsat.
Vergleiche: Apis (Frost um 3 Uhr nachmittags), Arsen. (Pyämie, spinale Reizung), Bryon. (Schweiß bei geringster Anstrengung), Carb. an. (alle Absonderungen sind entkräftend), Eupat. perf. (Schweiß erleichtert alle Symptome außer Kopfschmerz), Nux vom. (blaue Lippen und Nägel mit Frost), Pulsat. (rheumatische, wandernde Schmerzen), Stannum (supraorbitale Neuralgie), Staphis. (der Kopf bricht allmählich in Schweiß aus, während völliger Ruhe).