Sulphur Iodatum.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Jodschwefel. S 2 I 2 . Verreibung.
Klinisches
Akne; punktförmig / Bartflechte / Schnupfen / Ohren, Geräusche in / Ekzem, nässend / Gonorrhö / Heuasthma / Influenza / Nieren, Schmerz in / Lichen planus / Lippe, obere, Ausschlag an / Ohrspeicheldrüsen, Hypertrophie der / Prostata, Affektionen der / Kopfhaut, Wundheit der / Wirbelsäule, Schwäche der / Striktur, urethral / Zunge, Verdickung der / Tonsillen, chronische Hypertrophie der
Charakteristika
Sul. iod. wurde von Kelsall an sich selbst und einigen anderen arzneilich geprüft. Hale hat es bei „hartnäckigen Hautkrankheiten, besonders Bartflechte, für die es beinahe ein Spezifikum ist“, angewendet. Die Arzneimittelprüfungen weisen darauf hin in „pustulösem Ausschlag an der Oberlippe“ und „Erythem am Kinn“. Hale verwendete die 3x-Verreibung innerlich und trug ein Cerat auf (aus einem oder zwei Gran Sul. iod. auf eine Unze Cosmoline). Es ist, wie Hale sagt, auch nützlich bei großer und schmerzhafter, eiternder Akne. Dr. Berlin (zitiert H. W., xxxi. 216) behandelte mit Sul. iod. zwei Fälle von „nässendem Ekzem“, verbunden mit Varizen des Beins und ausgeprägtem Juckreiz. Ebenso ein Kind mit Ekzem der Arme. Der Leitsatz in allen Fällen ist: „dunkelrote, geschwollene und nässende ekzematöse Oberfläche, die schrecklich juckt.“ Die 3x-Verreibung wurde gegeben. Die Symptome von Sul. iod. sind < morgens; beim Vorbeugen; beim Bücken; beim Aufstehen; beim Treppensteigen. > Durch Auswurf. Eigentümliche Symptome sind: Haare fühlen sich an, als stünden sie aufrecht. Als ob Hitze im Herzen wäre. Verlangen nach Saurem. Als ob ein Band quer über die Stirn läge. Hansen erwähnt unter den therapeutischen Anwendungen von Sul. iod. Verdickung der Zunge, die nach parenchymatöser Glossitis zurückbleibt. Hypertrophie der Parotiden nach Parotitis. Chronische Hypertrophie der Tonsillen. Lichen planus, chronisch und einfach. Bradford (H. M., zitiert Org. iii. 111) berichtet die folgenden Fälle: (1) Brennen am Ende des Penis; dumpfer Schmerz in der Prostatagegend; Schwäche quer über die Nieren: häufiger Drang zum Wasserlassen mit geringem Abgang; isst sehr wenig; geht nicht ins Freie; ist sehr entmutigt in Bezug auf sich selbst. Sul. iod. 3x heilte. (2) Heftiger Schmerzanfall in der Nierengegend, mit einschießenden Schmerzen abwärts in die Ureteren; Schmerz und Schwäche um die Nieren; ständiger Drang zum Wasserlassen; Harn dick und weißlich mit rahmigem Sediment: Sul. iod. 3x und 6x heilten. (3) Striktur nach Gonorrhö; Chordee; sehr schmerzhaftes Wasserlassen, verdrehter Strahl. Gelber Ausfluss: Sul. iod. heilte.
Beziehungen
Vergleiche: Band quer über die Stirn, Manc. Schwieriger Auswurf, K. bi. Hitze im Herzen, Lachn., Rhod. Tagsüber schläfrig, nachts unruhig, Staph. Akne, Bellis, K. bro., Arct. l.
1. Gemüt
Zweifelnd. Ängstlich. Unbeständigkeit der Vorstellungen. Apathie und Unfähigkeit zu Geschäften. Furcht vor Anstrengung.
2. Kopf
Kopfschmerz; frontal, Engegefühl. Einschießende und pochende Schmerzen in den Schläfen; beim Bücken. Seiten des Kopfes schmerzten dumpf; als ob sie in einem Schraubstock zusammengedrückt würden. Kopfhaut wund; auf dem Scheitel. Haare fühlen sich an, als stünden sie aufrecht.
3. Augen
Augen trübe; bes. l. Neigung, die Augen zu schließen, als ob Tränen herausgepresst werden sollten. Augenlider schwer. Augen: tränen stark; trüb.
4. Ohren
Juckreiz, Kribbeln und Summen in den Ohren. Singen in den Ohren; mit Gefühl von Enge über den Augen, als ob ein Band fest über die Stirn gezogen wäre; mit Halsschmerzen, mit Hitze oberhalb der Magengrube.
5. Nase
Schnupfen. Dicker grüner Schleim in den Nasenlöchern. Scharfer Ausfluss. Brennendes Kitzeln im r. Nasenloch jedes Mal, wenn das Taschentuch benutzt wird; starker Geruch von Iodine wahrgenommen. Alle Qualen der „Grippe.“. Exkoriation der Nasenlöcher. Schärfe des Geruchssinns.
6. Gesicht
Gesicht trocken, heiß und gelblich. Erythematöser Ausschlag an der Oberlippe mit gelblichen Pusteln, schmerzhaft, wund und empfindlich, schnell in trockenen Krusten verschwindend. Erythem am Kinn.
8. Mund
Zähne fühlten sich für die Zunge weich an und waren mit dunklem Belag bedeckt. Zunge trocken und hart, an der Wurzel belegt, an der Spitze rot. Geschmack: bitter; widerlicher und übelriechender Atem.
9. Hals
Hals trocken und bei Berührung schmerzhaft, Gefühl, als ob er geschwollen wäre. Halsschmerzen morgens. Ziehendes, kriechendes Gefühl im hinteren Hals. Uvula und Tonsillen leicht vergrößert und rot. Ständige Neigung, Speichel zu schlucken: Hals und Speiseröhre ausgetrocknet; der Speichel linderte die Trockenheit nicht.
11. Magen
Appetitlosigkeit; Verlangen nach Saurem, Pickles, Limonade. Durstig. Hitzegefühl um die Magengrube. Wundheit und Sinken im Epigastrium.
13. Stuhl und Anus
Juckreiz im Rektum. Darm verstopft.
14. Harnorgane
Juckreiz in der Harnröhre. Häufige Miktion, bes. morgens. Ardor urinæ. Harn riecht nach Himbeeren. (Striktur. Schmerzen in den Nieren, abwärts in die Ureteren einschießend. Harn dick, weißlich, rahmig.)
15. Männliche Geschlechtsorgane
(Chordee und gelber Ausfluss.)
17. Atmungsorgane
Ansammlung von dunklem, eitrigem Schleim in der Luftröhre, anhaltende Neigung, Speichel zu schlucken, der sie nicht befeuchtet; Schleim wird nur mit Schwierigkeit und durch heftigen, hackenden Husten und Pressen entfernt. Kitzeln im Kehlkopf. Gefühl von Trockenheit in der Luftröhre; dicke, harte Schleimklumpen sammeln sich oben an der Luftröhre, schwer zu lösen, und verursachen Kitzeln und Reizung des Kehlkopfs und Husten. Sehr geplagt von Husten während des frühen Teils der Nacht, begleitet von widerlichem Geschmack im Mund und übelriechendem Atem. Geneigt, die Brust zu erweitern und tief einzuatmen; hinterlässt ein flatterndes Gefühl. (Heuasthma, mit Niesen, Katarrh, &c. R. T. C.)
18. Brust
Engegefühl quer über die Brust; Schwierigkeit, sie auszudehnen; mit Erschöpfung.
19. Herz
Bohrender Schmerz wie im Herzen, mit einiger Atemschwierigkeit. Hitzegefühl in der Herzgegend. Herzklopfen.
20. Rücken
Schwäche der Wirbelsäule mit Schmerz in den Lenden wie geprellt, mit Schwäche der Wirbelsäule.
23. Untere Extremitäten
Schwäche der Knie und Gelenke. Beine schmerzen und fühlen sich schwach an. Kitzeln in Waden und Füßen. Zittern und dumpf schmerzendes Gefühl der Sprunggelenke. Fußsohlen schmerzen und brennen und sind wund beim Stehen.
24. Allgemeines
Erschöpfung, mit Schwierigkeit, die Brust beim Einatmen auszudehnen. Schwäche wie von Influenza. Matt und übel. Viel < beim Erwachen am Morgen; schläfrig; beim Vorbeugen; beim Aufstehen oder Treppensteigen.
25. Haut
Pusteln an der Oberlippe. Erythem auf der Haut. Juckender Ausschlag, wie Nesselausschlag an den Armen. Acne punctata (spezifisch in Verdünnung. R. T. C.).
26. Schlaf
Tagsüber schläfrig, nachts unruhig. Schlaf nicht erfrischend; verwirrte Träume; durch Schreck geweckt; Schlaf mit offenem Mund.
27. Fieber
Gelegentliche Fröstelanfälle. Fieberhafte Erregung. Trockene Hitze.