Simaruba.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
amara. Berg-Zwetschge. N. O. Simarubaceæ. Tinktur der getrockneten Wurzelrinde.
Klinisch
Diarrhö / Dysenterie / Schlangenbiss / Würmer
Charakteristika
Simaruba ist in Westindien und im tropischen Amerika heimisch. „Simarubarinde“ wird als bitteres Tonikum und als lokales Mittel bei Dysenterie und Diarrhö verwendet. Der verwendete Teil ist die „Rinde“, die eigentlich die äußere Schicht der Wurzel ist; aus ihr wird im Hausgebrauch ein Dekokt bereitet. „In großen Dosen“, sagt der Treas. of Botany, „soll sie als Brechmittel, Abführmittel und Diaphoretikum wirken.“ S. versicolor, eine brasilianische Art, hat ähnliche Eigenschaften. Die Früchte und die Rinde werden als Anthelminthika verwendet; ein Aufguss der letzteren wird in Fällen von Schlangenbiss angewendet. Die Pflanze ist so bitter, dass Insekten sie nicht angreifen; aus diesem Grund ist die pulverisierte Wurzel zum Töten von Ungeziefer verwendet worden. S. glauca, in Kuba heimisch, liefert einen klebrigen Saft, der in bestimmten Fällen von Hautkrankheit verwendet wird.“ Dies fasst Stellung und Eigenschaften von Simaruba sehr gut zusammen. Und es ist gut, sich daran zu erinnern, dass Cedron, das „Simaba Cedron“ ist, derselben Ordnung angehört. Meine erste praktische Bekanntschaft mit Simb. als homöopathischem Mittel machte ich bei einem weitgereisten Patienten, der an einer chronischen Neigung zu lockerem Stuhl gelitten hatte. Er hatte Stühle wie gelber Ocker, wobei Gamboge sehr hilfreich gewesen war. Als er im Süden Frankreichs war, konsultierte er einen homöopathischen Behandler, dessen Name mir entfallen ist, und dieser verordnete Simaruba mit ausgezeichneter Wirkung. Seitdem habe ich es in ähnlichen Fällen verwendet. H. H. Beamish (H. W., April 1925) sagt, dass am Sambesi bei Dysenterie die Simarubarinde gekocht und, um die adstringierende Wirkung zu verstärken, dem Dekokt Alum zugesetzt wird. Doch Simaruba ist das spezifische Mittel.
Beziehungen
Vergleiche: (Botan.) Cedron, Ail., Chap. am., Quassia. Vergleiche auch: Vacc. myrt., Chi., Rheum, Gamb.