Agaricus Muscarius
von John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Amanita muscaria. Agaricus muscarius. Fliegenpilz. Wanzenpilz. Champignon fou. (Europa, Asien und Amerika; an trockenen Orten, besonders in trockenen Kiefernwäldern.) N. O. Fungi. Verreibung des sorgfältig getrockneten Hutes (Pileus); oder Tinktur des frischen Pilzes.
Klinisches
Acne rosacea / Blepharospasmus / Gehirn, Erweichung des / Ballenzeh / Frostbeulen / Chorea / Kälte / Husten / Krampf / Delirium tremens / Dysmenorrhö / enterisches Fieber / Epilepsie (mit großer Kraftanstrengung) / Gangrän / allgemeine Lähmung / Hyperpyrexie / Juckreiz / Gelbsucht / Tränenfistel / Lichen / Lumbago / Meningitis / Myopie / Neuralgie / Taubheitsgefühl / Nystagmus / Phthise / Rheumatismus / Kreuzbein, Schmerzen im / Talgdrüsengeschwülste / sexuelle Ausschweifung, Folgen von / spinale Reizung / Milz, Affektionen der / Aufschrecken / Stich in der Seite / Tic convulsif / Zahnschmerz / Zittern / typhoides Fieber / Typhus
Charakteristika
Da Agaricus vielerorts zur Bereitung eines berauschenden Getränks verwendet wird, finden wir beim Alkoholismus ein Wirkungsgebiet dafür, ebenso bei allen Zuständen von Delir, Manie und selbst Idiotie. Eine Eigentümlichkeit des Delirs ist, Verse zu machen und zu prophezeien; ferner alberne Heiterkeit und zusammenhangloses Reden, mit Manie; küsst Gefährten. Talcott ist der Ansicht, Agaric. komme unter allen Mitteln der allgemeinen Lähmung am nächsten; erhöhte Vorstellungen von Größe und Macht, Ausgelassenheit und Erregung, gefolgt von Depression, Verwirrung, Schwachsinn. Begleitende körperliche Symptome sind Schwindel (ausgeprägt und anhaltend), mit ständigem Drang, nach hinten zu fallen; Zucken um Augen und Gesicht, Rötung ohne Hitze, aufgedunsen und verzerrt. Heißhunger, mit Hinunterschlingen der Speisen. Sexueller Appetit enorm und begeistert, mit erschlafftem Penis und Impotenz. Im ganzen Körper finden sich krampfartige Zuckungen, gefolgt von nachlassender Zittrigkeit; schließlich Erschlaffung und Erschöpfung. In all diesen Hinsichten entspricht das Arzneimittel der Krankheit genau. Typhoide Zustände verlangen oft danach, ebenso Epilepsie. Rollen des Kopfes ist eine führende Indikation dafür bei Gehirnaffektionen und Fieber. Eigentümliche Kopfschmerzen sind: „Klopfender Kopfschmerz, mit Gefühl von Steifigkeit der Gesichtsmuskeln.“ „Dumpfer, ziehender Kopfschmerz am Morgen, bis in die Nasenwurzel ziehend, mit Nasenbluten oder dickem schleimigem Ausfluss.“ „Schmerz wie von einem Nagel in der rechten Kopfseite.“ Eine der charakteristischsten Wirkungen von Agaricus ist das muskuläre Rucken und Zucken, das es hervorruft. Dies macht es in sehr vielen Chorea-Fällen passend. Zuckungen sind besonders ausgeprägt an Augen, Augenlidern und Gesichtsmuskeln; und Agaricus hat viele Fälle von Blepharospasmus und Tic convulsif geheilt. Schmerz, als würde man von Eisnadeln berührt oder durchbohrt, ist sehr charakteristisch. Zu einer niederen Ordnung der Vegetation gehörend, erzeugt Agar. Übelriechen des Atems, der Aufstoßungen und der Stühle. Der Schweiß kann ölig sein, ist aber nicht anstößig. Agar. ist ein Milzmittel, verursacht Stich in der Seite, und es hat den Stich bei Läufern geheilt, so dass sie weiter laufen konnten. Die Symptome von Agaricus treten leicht gleichzeitig auf entgegengesetzten Körperseiten, aber diagonal auf (rechts oben und links unten, oder vice versâ). Die nervösen Patienten, die Agar. benötigen, lassen wenig Harn (Gegensatz Ign.), obwohl die Harnblase reizbar sein kann.
Pilze gehören zu den Nahrungsmitteln, die Grauvogl Personen mit der von ihm beschriebenen „hydrogenoiden Konstitution“ verbietet, bei der die Patienten außerordentlich empfindlich gegen Kälte und Feuchtigkeit sind. Hiermit übereinstimmend finden wir in den Arzneimittelprüfungen von Agaricus große Empfindlichkeit gegen kalte Luft. Alle Symptome sind < bei kaltem Wetter, besonders der Kopfschmerz. Aus einem offenen Fenster hinauszusehen verursacht Zahnschmerz und Schmerzen in den Extremitäten. Trinken von kaltem Wasser <. Symptome sind < vor einem Gewitter. Zugleich werden viele Symptome intensiver Kälte erzeugt: kalt und blau; Empfindungen, als würde man mit Eis oder eiskalten Nadeln berührt. Alle Symptome von Erfrierung und Frostbeulen (Juckreiz, Rötung und Brennen). Etwas den Frostbeulen verwandt ist der Ballenzeh, für den Agar. von vielen Praktikern als spezifisch befunden wurde. Viele Symptome erscheinen beim Gehen im Freien; dies ist eine sehr allgemeine und charakteristische Verschlimmerung. Andererseits sind alle Symptome < in Innenräumen und in Ruhe, außer Schwindel, der in einem Zimmer entweder < oder > sein kann. Umgekehrt zur Kälteempfindlichkeit besteht Empfindlichkeit gegen die Sonnenstrahlen, und Sonnenstich liegt im kurativen Bereich von Agaric. < nach Bewegung und durch Druck von außen.
Beziehungen
Vergleiche: Bovista; Sticta pulmon.; Act. r.; Can. ind.; Op.; Stram. (Alkoholismus, Chorea); Coff. (Ekstase); Cicut. (Augenkrampf); Codein (Lidkrampf); Mygale; Tarent.; Verat. alb. (eiskaltes Gefühl im Kopf); Ars. (heiße Nadeln; Agar. eiskalte Nadeln). Agar. steht zwischen Stram. und Lach. Es wird antidotiert durch: Holzkohle; Kaffee; Wein; Branntwein; Kampfer; Fett oder Öl (lindert den Magen); Calc. c. (lindert eisige Kälte); Puls.; Rhus (nächtlicher Rückenschmerz). Es folgt gut auf: Bell., Calc. c., Merc., Op., Puls., Rhus, Sil. Ihm folgt: Tarent. (Typhoid mit „Rollen des Kopfes“). Teste nimmt Agar. in seine Belladonna-Gruppe auf.
Verursachung
Koitus, subjektive Symptome danach entstehend. Frost. Sonne. Schreck. Geistige Anstrengung oder Erregung. Überanstrengung. Sexuelle Ausschweifung. Alkoholismus. Blutvergiftung.
1. Gemüt
Abneigung gegen Unterhaltung. Unaufgelegt, irgendeine Art von Arbeit zu verrichten, besonders geistige. Überschäumende Phantasie. Ekstase. Neigung, Verse zu machen und zu prophezeien. Manie, ängstlich oder rasend, mit großer Kraftentfaltung. Umarmt Gefährten und küsst ihre Hände; abwechselnd mit Verdrossenheit. Alberne Heiterkeit. Große Redseligkeit; singt, spricht, beantwortet aber keine Fragen. Delir, versucht aus dem Bett zu steigen. Ständiges Delir, erkennt niemanden, wirft Dinge nach der Pflegerin. Delirium tremens. Mürrisch, eigenwillig, störrisch, langsam im Lernen von Gehen und Sprechen.
2. Kopf
Schwindel, wie von Intoxikation, hauptsächlich im Freien, morgens und beim Nachdenken. Schwindel, mit Drang, nach hinten zu fallen. Das helle Sonnenlicht erzeugt augenblicklich Schwindel, so dass es zum Fallen kommt. Bohrende Schmerzen im Kopf beim Sitzen. Dumpfer Schmerz, hauptsächlich in der Stirn, mit Ziehen der Augenlider. Ziehende Schmerzen im Kopf, bis zu den Augen und zur Nasenwurzel ausstrahlend, hauptsächlich beim Erwachen am Morgen. Schmerz, als würde ein Nagel in den Kopf getrieben; < beim ruhigen Sitzen; > durch langsames Umherbewegen. Grabender Schmerz und Gefühl wie von einer Quetschung im Gehirn. Halbseitige Cephalalgie; Ziehen und Drücken mit Verwirrung im Kopf. Pochen im Scheitel, mit nahezu rasender Verzweiflung. Druck im Kopf bis auf den Grund des Gehirns, verstärkt durch Druck oder Berührung der Haare und begleitet von völligem Verlust der Energie. Gefühl eisiger Kälte im Kopf; auf der Kopfhaut, r. Seite des Stirnbeins. Ein ruckendes Gefühl in der Stirn und in der Schläfe. Große Empfindlichkeit der Kopfhaut, wie von subkutaner Ulzeration. Juckreiz der behaarten Kopfhaut, besonders früh am Morgen.
3. Augen
Juckreiz in den Augen. Brennen in den inneren Augenlidwinkeln, die bei Berührung schmerzhaft sind. Druck in den Augen. Feuchtigkeit in den Augenwinkeln und Verklebung der Lider. Zucken der Augenlider und Augäpfel. Die Lidspalte wird enger. Augenwinkel jucken, brennen, sind rot; < durch Berührung; kleben zusammen (Tränenfistel). Eine zähflüssige gelbe Feuchtigkeit verklebt die Augenlider. Schwäche und Verwirrung des Sehens, wie durch Nebel vor den Augen. Bräunliche Flecken (wie Fliegen) vor den Augen. Schwarze Punkte vor den Augen. Myopie. Diplopie. Muskuläre Asthenopie; Nystagmus; Schielen. Klonische Krämpfe.
4. Ohren
Otalgie, hervorgerufen und verschlimmert durch Zutritt freier Luft. Juckreiz in den Ohren, mit Rötung und brennendem Schmerz, wie von Frostbeulen. Summen in den Ohren.
5. Nase
Exkoriation und Entzündung der Nasenlöcher, mit schmerzhafter Empfindlichkeit. Juckreiz im Inneren und an der Außenseite der Nase. Blut beim Schneuzen und Nasenbluten. Erhöhte Schärfe des Geruchssinns. Häufiges Niesen ohne Schnupfen. Trockenheit der Nase. Fluss klaren Wassers aus der Nase, ohne Schnupfen.
6. Gesicht
Reißen im Gesicht und in den Kieferknochen. Zucken in der (r.) Wange. Beim Erwachen Schmerz im l. Kiefergelenk, so heftig, dass er den Mund kaum öffnen kann. Juckreiz, Rötung und Brennen in den Wangen, wie von Frostbeulen. Klopfen und Pulsationen in den Wangen. Bläuliche Lippen. Brennende Fissuren in der Oberlippe. Herpetischer Ausschlag, hauptsächlich an der Oberlippe. Krampfartiges Ziehen im Kinn und im Unterkiefer. Nadelartige Stiche im Kinn; Kinn mit winzigen Bläschen bedeckt.
7. Zähne
Reißende Schmerzen in den Zähnen, verschlimmert durch Kälte. Reißen in den unteren Backenzähnen, < durch kalte Luft. Einschießender Schmerz von den r. unteren Zähnen hinauf zur r. Kopfseite. Zahnfleisch geschwollen, schmerzhaft und leicht blutend.
8. Mund
Schmerz wie von Exkoriation im Mund und am Gaumen. Exkoriation der Zunge. Zunge nach einer Mahlzeit mit schmutzig gelben Aphthen bedeckt, mit einem Gefühl, als würde die Haut abgezogen. Zunge weiß belegt. Neuralgische splitterartige Schmerzen in der Zunge mit Speichelfluss. Geschwür am Zungenbändchen. Übler Geruch aus dem Mund, wie nach dem Essen von Meerrettich. Schaum vor dem Mund. Fluss bitteren Speichels. Sprache unartikuliert.
9. Hals
Trockene Rachenenge und trockener Rachen, verursachen Kontraktion und Schluckbeschwerden; mit Heißhunger. Druck in der Rachenenge, als stecke dort ein Fremdkörper, der durch Schlucken nicht entfernt werden könne. Verhärtung der Tonsillen. Spannung in der Schilddrüse; < gegen Abend; fühlt die Krawatte zu eng. Wirft kleine Flocken oder feste Klumpen von Schleim fast ohne Husten aus.
10. Appetit
Fader und übelriechender Geschmack im Mund. Appetitmangel auf Brot. Hunger, mit Appetitmangel. Anfälle von Bulimie, hauptsächlich abends. Nach einer Mahlzeit Druck im Magen und Bauch, mit Völlegefühl. Sehr schläfrig nach dem Abendessen.
11. Magen
Aufstoßungen abwechselnd mit Schluckauf. Aufstoßungen mit dem Geschmack der aufgenommenen Speise. Häufiges leeres Aufstoßen; oder mit Geschmack nach Äpfeln; oder mit Geschmack nach faulen Eiern. Übelkeit, mit schneidenden Schmerzen. Neigung zum Erbrechen unmittelbar nach einer Mahlzeit. Druck auf den Magen und in der Präkordialgegend nach einer Mahlzeit. Schmerz ähnlich einem Krampf und bedrückendes Schweregefühl im Magen.
12. Bauch
Einschießende Schmerzen (scharfe nadelartige Schmerzen) in der Lebergegend. Stiche in der Milzgegend während und nach dem Einatmen. Stich in der Seite vom Laufen. Schneidende und zwickende Schmerzen im Bauch wie von Diarrhö. Umherbewegen und rumorenes Geräusch im Bauch. Reichlicher Abgang von Blähungen übelriechenden Geruchs, wie der von Knoblauch.
13. Stuhl und Anus
Harte Stühle von dunkler Farbe nach einer Verstopfungsperiode. Lockere Stühle in Breiform, mit Blähungen und schwerer Kolik. Lockere Stühle, ein schmerzhaftes Ziehen im Magen und im Bauch. Kribbeln im Anus. Juckreiz im Anus, wie von Würmern. Dysenterischer Fluss. Diarrhö der Kinder, mit grasgrünen, galligen Stühlen. Übelriechende Stühle.
14. Harnorgane
Harn spärlich und selten. Harn klar und von gelber (zitronenfarbener) Farbe. Fluss zähflüssigen Schleims aus der Harnröhre.
15. Männliche Geschlechtsorgane
Zunahme des sexuellen Verlangens, mit Schlaffheit des Penis. Spärlicher Samenerguss beim Koitus. Nach Koitus große Schwäche und nächtlicher Schweiß. Juckreiz an den Genitalien. Ein Gefühl von Ziehen in den Hoden.
16. Weibliche Geschlechtsorgane
Furchtbare herabdrängende Schmerzen, fast unerträglich. Menstruation zu reichlich und zu früh, mit reißenden, drückenden Schmerzen in Rücken und Bauch. Juckreiz und Reizung der Teile mit starkem Verlangen nach Umarmung. Während der Menstruation: Kopfschmerz, Zahnschmerz, Schmerz und Juckreiz im l. Ohr, > durch Bohren; wehenartige Schmerzen; Schmerzen im l. Arm; Juckreiz; Herzklopfen; Speichelfluss. Leukorrhö, mit starkem Juckreiz innerlich und äußerlich.
17. Atmungsorgane
Auswurf kleiner Schleimkügelchen, fast ohne Husten. Krampfartiger, konvulsiver, nervöser Husten, der sekundäre Blutung hervorrufen kann.
18. Brust
Atmung kurz und mühsam, mit Schwierigkeit beim Gehen, selbst langsam. Atmung erschwert, als wäre die Brust voller Blut. Bedrückende Einschnürung der Brust, mit Notwendigkeit zu häufigen und tiefen Einatmungen. Schmerz hauptsächlich im unteren Teil der Brust, als würde ihr Inhalt zusammengedrückt. Stiche in der Brust. Reichlicher nächtlicher Schweiß auf der Brust. Juckreiz der Brustwarzen.
19. Herz
Stiche; brennende, einschießende Schmerzen in der Herzgegend, bis zum l. Schulterblatt ausstrahlend; < durch Husten, Niesen oder tiefes Einatmen. Beklemmung in der Herzgegend, als wäre der Thorax verengt. Schmerzhaftes Herzklopfen. Bei Herzsymptomen gelähmtes Gefühl im l. Arm und in der Hand. Puls schwach, dikrot, intermittierend.
20. Hals und Rücken
Schmerz wie von Ermüdung und Verrenkung im Rücken, im Nacken und in den Lenden, besonders beim Sitzen oder Liegen. Schmerzhafte Schwäche in den Rückenmuskeln. Gefühl von Wundheit und großer Schwäche im Rücken. Paralytischer Schmerz in den Lenden, verstärkt durch Gehen oder Stehen.
21. Extremitäten
Extremitäten diagonal betroffen; l. Unterarm, r. Oberschenkel; r. Knie, l. Hand. Reißen in den Extremitäten, < in Ruhe oder beim Sitzen, > durch Bewegung. Knacken in den Gelenken. Subsultus tendinum. Fühlt, als gehörten ihre Extremitäten nicht zu ihr.
22. Obere Extremitäten
Arme schwach und ohne Kraft. Brennender Schmerz in den Armen, gefolgt von einem Ausschlag kleiner Pickel mit Abschuppung der Epidermis. Unregelmäßige und gehetzte Bewegungen des Arms. Oberarme erschüttert wie von einem elektrischen Schlag. Niedergeworfenheit, Müdigkeit und paralytisches Gefühl im l. Arm. Reißen in beiden Händen; am l. Handgelenk. Zittern der Hände; und Kälte. Reißen in den Fingern. Krampfartiger Schmerz im Daumen. Blässe und Taubheitsgefühl der Finger, die zugleich sehr kälteempfindlich sind. Juckreiz, brennender Schmerz und Rötung in den Fingern, wie von Frostbeulen.
23. Untere Extremitäten
Beine schwer und ermüdet, besonders in den Oberschenkeln. Zucken, Quecksilbergefühl, in den Gesäßmuskeln. Schmerzen in den Beinen wie elektrische Schläge. Beim Übereinanderschlagen der Oberschenkel empfindet er einen heftigen Schmerz darin. Ziehen in den Beinen, wie im Inneren des Knochens, besonders beim Sitzen oder Stehen, > durch Bewegung. Schmerzhaftes Gefühl in der Hüfte beim Gehen. Ziehen in den Beinen. Schießender Schmerz in den Füßen und in den Zehen. Ziehender Druck in den Malleolen. Brennender Juckreiz und Rötung in den Zehen, wie von Frostbeulen. Ballenzeh.
24. Allgemeines
Schmerzhafte Krämpfe in den Muskeln beim Sitzen. Gefühl von Reißen in den Extremitäten, hauptsächlich während der Ruhe, ob sitzend oder stehend, und das bei Bewegung verschwindet. Zuckungen in den Augäpfeln, Augenlidern, Wangen, hinten in der Brust, im Bauch.
die sich quer zeigen (zum Beispiel im r. Arm und im l. Bein), > durch langsames Gehen. Große Empfindlichkeit im ganzen Körper; der leiseste Druck erzeugt fortgesetzte Schmerzen. Schmerzen wie von einer Quetschung in den Extremitäten und in allen Gelenken, selbst nach mäßiger Bewegung. Wundheit und Gefühl von Rohheit (Nase und Mund). Bohrende Schmerzen an verschiedenen Körperstellen, hauptsächlich im Kopf, mit Schlafverlangen und Ohnmachtsgefühl beim Sitzen. Reißende Schmerzen (Gesicht, Beine) anhaltend in Ruhe, verschwindend beim Umherbewegen. Große Schwäche und Schweregefühl in allen Extremitäten. Zittern. Konvulsionen. Epileptische Anfälle. Epilepsie (mit großen Kraftanstrengungen). Große Empfindlichkeit gegen kühle Luft. Große Empfindlichkeit des Körpers gegen Druck und kalte Luft.
25. Haut
Juckreiz und Kitzeln, die den Leidenden zum Kratzen zwingen. Juckreiz, brennender Schmerz und Rötung wie von Frostbeulen an verschiedenen Körperstellen. Miliarausschlag, weißlich und feinkörnig, mit übermäßigem Juckreiz.
26. Schlaf
Schlafverlangen am Tage, besonders nach einer Mahlzeit. Heftiges Gähnen, gefolgt von Schwindel. Morgens ein Gefühl von Schwindel und große Schwierigkeit aufzustehen. In der Regel schläft er schlecht und nicht erquickend.
27. Fieber
Disposition äußerst fröstelig, und Frösteln im Freien oder beim Anheben der Bettdecke, obwohl die Extremitäten warm sein können. Frösteln durch den Körper von oben nach unten. Leichtes Frösteln bei geringer Bewegung. Heftiges Frösteln und Zittern über den ganzen Körper, mit Hitze im Gesicht und Kälte in den Händen. Schweiß schon von mäßigem Gehen und leichter Anstrengung.