OENOTHERA.
By Timothy F. Allen — Enzyklopädie der reinen Materia Medica
ŒNOTHERA.
Œnothera biennis, L.
Natürliche Ordnung , Onagraceæ.
Gewöhnlicher Name , Große Nachtkerze.
Zubereitung , Tinktur.
Quelle.
T. Riker Nute, M.D., U. S. Med. and Surg. Journal, 9, 395; 1 , eine vierzigjährige Frau nahm einen Teelöffel voll Fluidextrakt zur Linderung eines quälenden Gefühls psychischer und körperlicher Bedrückung; 2 , dieselbe nahm später 30 Tropfen.
KOPF
- Benommenheit, 1.
STUHL UND HARNORGANE
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Drängender Wunsch, den Darm zu entleeren, und eine reichliche, aber anscheinend geformte und natürliche Stuhlentleerung wurde sogleich ohne Schmerz und ohne muskuläre Anstrengung ausgeschieden; etwa drei Stunden später nochmals eine reichliche Darmentleerung und nach Mitternacht noch eine weitere, 1.
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Mit dem Auftreten eines warmen Schweißes auf der Oberfläche jedes Teiles meines Körpers kam ein dringendes Verlangen, Harn zu lassen. Ohne scheinbare Anstrengung wurde eine große Menge hellfarbigen, milden und nicht reizenden Harns entleert; etwa eine Stunde später wurde wiederum reichlich Wasser gelassen; nach etwa zwei Stunden erneut reichliche Harnentleerung; und nochmals um 9 Uhr und nach Mitternacht.
ALLGEMEINES
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Zunächst schienen die anregenden Wirkungen des Mittels heilsam zu sein und eine rasche Beseitigung dieser lästigen Empfindungen zu versprechen (ein quälendes Gefühl psychischer und körperlicher Bedrückung, das, solange es anhält, mich sowohl zum Denken als auch zu muskulärer Anstrengung völlig untauglich macht); doch in weniger als einer halben Stunde wurde schmerzlich deutlich, dass ich in meinem vielleicht krankhaft empfindlichen Nervenzustand eine zu große Dosis genommen hatte; denn statt den Zweck zu erfüllen, zu dem ich es eingenommen hatte, schien es jedes Symptom der funktionellen Störung, die ich zuvor erfahren hatte, noch zu verschlimmern. Das Gefühl der Bedrückung im Gehirn machte früh einem heftigen Schwindel Platz, der mit einem solchen Schwimmgefühl und einem solchen Verlust muskulärer Kraft verbunden war, dass mir die Fähigkeit genommen wurde zu gehen, zu stehen oder zu sitzen oder auch nur ein lautes Wort hervorzubringen. Da sich niemand in meinem Zimmer befand, in das ich mich zuvor zurückgezogen hatte, von dem ich Hilfe hätte erhalten können, und da ich überzeugt war, dass ich binnen kurzem kopfüber vom Stuhl auf den Boden stürzen würde, wenn ich dort bliebe, entschloss ich mich, den Versuch zu machen, mein Bett zu erreichen. Mit Unterstützung von Gegenständen auf meinem Weg gelang es mir, sicher bis zum Fußende desselben zu gelangen und von dort an seiner Seite entlang, bis ich einen zentralen Punkt darauf erreicht hatte, von dem aus ich mich auf dasselbe warf, eine Leistung, die in meiner äußersten Lage nicht ohne erhebliche Schwierigkeit und Gefahr eines verhängnisvollen Sturzes vollbracht wurde. Dort, so erinnere ich mich, wurde ich beinahe wahnsinnig durch ein Taubheitsgefühl, verbunden mit einem Prickeln in fast jedem Teil der Oberfläche meines Körpers, begleitet von schweren Schüttelfrösten und gelegentlichen Krämpfen in den Muskeln der Extremitäten und des Bauches, zusammen mit einem wringend-drehenden Schmerz unter dem Nabel. Ich fühlte, dass ich zugedeckt werden müsse, dass jemand mich reiben und mir ein warmes Getränk geben müsse, sonst würde ich gewiss sterben; und nachdem ich mit meiner Stimme, die sich meinem Willen verweigerte, viele wirkungslose Versuche gemacht hatte, die Aufmerksamkeit irgendeines Familienmitgliedes im Stockwerk unter mir zu erregen, beschloss ich, zu ihnen zu gehen, so gut ich eben konnte, so unsinnig der Gedanke auch war. Ich arbeitete mich von meinem Bett auf den Boden hinunter und kroch auf Händen und Knien allmählich aus dem Zimmer und den von dort wegführenden Flur entlang bis an den Treppenabsatz, in der Absicht, mit den Füßen voran die Treppe hinabzugleiten und auf ähnliche Weise durch den Flur des ersten Stockwerks bis an die Tür des damals von der Familie benutzten Zimmers zu gelangen, wo ich, wie ich meinte, vielleicht imstande sein könnte, ihnen meinen beklagenswerten Zustand irgendwie kundzutun und, wenn ich schon sterben müsse, in ihrer Gegenwart zu sterben. Aber als ich den oberen Treppenabsatz erreicht hatte, verließ mich mein Mut, obgleich er durch ein Gefühl der Verzweiflung angestachelt war, das nur jemand in ähnlicher Lage kennt, und ich kehrte, nachdem ich dieses furchtbare, um nicht zu sagen gefährliche Unternehmen aufgegeben hatte, um und kroch in das Zimmer zurück, das ich verlassen hatte, ergriff die Seite meines Bettes und vermochte es nach einer Reihe verzweifelter Anstrengungen, mich wieder hinaufzuheben, und kippte erneut darauf, wo ich halb bewusstlos lag, bis zufällig die Dienstmagd ins Zimmer kam und die Familie von meinem gefährlichen Zustand unterrichtete. Ich hatte damals bereits die Kraft verloren, die Augenlider zu heben, den Kopf zu heben, mich zu bewegen, zu denken, zu sprechen und, wie es mir schien, noch lange zu leben, so vollständig war die Erschöpfung aller Lebenskraft meines Organismus; und doch war ich mir, wie ich mich erinnere, einer leichten Milderung der zerebralen Bedrückung bewusst, die mich in den letzten zwei Stunden wie gebannt gehalten hatte, sowie einer entsprechenden Wiederherstellung der Funktionen von Vernunft und Urteilskraft, .